In ihrer 13. Plenarsitzung am 22. Juni 2026 in Paris hat die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung einem Entschließungsantrag zugestimmt, der die Sichtbarkeit des Deutsch-Französischen Tags am 22. Januar verbessern soll. Der Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags im Jahr 1963 soll die Errungenschaften der historischen Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland besonders würdigen. Die Abgeordneten bemängeln die mangelnde Sichtbarkeit dieses Gedenktages und fordern die Regierungen in Paris und Berlin auf, Initiativen zu ergreifen, um diesen Jahrestag für die breite Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Dies sei inbesondere nötig angesichts eines „besorgniserregneden Kontextes„, zu dem die rückläufige Tendenz beim Erlernen der Sprache des Partnerlandes, sowie „die weiterhin begrenzte Teilnahme an Schüleraustauschen“ und ein „scheinbar nachlassendes gegenseitiges Vertrauen zwischen den französischen und deutschen Gesellschaften“ gehörten.
Die Abgeordneten fordern die Regierungen auf, „über die rein erinnerungspoitische Dimension des 22. Januar“ hinaus zu gehen und diesen Tag „zu einem echten deutsch-französischen Fest“ zu machen. Ausdrücklich erwähnen die Abgeordneten in diesem Zusammenhang eine stärkere Sichtbarmachung der Deutsch-Französischen Brigade, aber auch der öffentlich-rechtlichen Rundfunk solle an diesem Tag Sonderprogramme über die gemeinsame Geschichte, Kultur und Musik anbieten. Öffentliche Gebäude sollen mit beiden Nationalflaggen und der Europaflagge geschmückt werden. Außerdem sollen jeweils eine Stadt in Frankreich und Deutschland besonders hervorgehoben werden, indem dort der Deutsch-Französische Tag auf besondere Weise gelebt wird.
In einem Zusatzantrag wird außerdem eine enge Zusammenarbeit mit der VDFG für Europa und der FAFA pour l’Europe ins Spiel gebracht. Darüber wird der VDFG-Vorstand bei nächster Gelegenheit beraten. DP