Kiel, den 11. Juli 2020

Liebe Mitglieder und Freunde der VDFG für Europa e.V.,

Seit dem 1. Juli hat Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft inne. Hohe Erwartungen sind an diese Präsidentschaft gerichtet. Doch in Corona-Zeiten ist sie eine ganz besondere Herausforderung. Seit dem gemeinsamen Vorschlag von Paris und Berlin vom 18. Mai zur Schaffung eines EU-Wiederaufbaufonds scheint es endlich wieder eine verstärkte deutsch-französische  Zusammenarbeit für die EU zu geben. 

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Am 29. Juni empfing Kanzlerin Merkel Präsident Macron zur Vorbereitung der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zu Gesprächen in Schloss Meseberg bei Berlin. Neben gemeinsamen Anstrengungen für Europa im Kampf gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie das geplante Wiederaufbauprogramm und Schwerpunkte der deutschen Ratspräsidentschaft standen im Mittelpunkt der Gespräche. Am Tag zuvor hatte die Partei des Präsidenten LaREM bei der zweiten Runde der Kommunalwahlen herbe Verluste erlitten, während die traditionell eher schwachen Grünen als Gewinner aus dieser Wahl hervorgingen. In mehreren Großstädten erlangten sie Überraschungssiege. Premierminister Edouard Philippe wurde in Le Havre zum Bürgermeister gewählt und trat daraufhin von seinem Pariser Regierungsamt zurück. Eine Umbildung der Regierung war ohnehin nach der Stichwahl erwartet worden. 

Auch wenn die neue Regierung gerade für das Franco-Allemand eine Reihe von Konstanten aufweist, bleibt die Entwicklung spannend.

Lesen Sie dazu die Analyse unseres Pressereferenten. Weitere Informationen und Analysen finden Sie beim dfi. Weitere Informationen zum Treffen Meseberg finden Sie hier.

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Deutsch-Französisches Zukunftswerk gestartet!

Ebenfalls Anfang Juli startete eines der zentralen Projekte des Vertrags von Aachen: das Deutsch-Französische Zukunftswerk. Bei dessen Gründungssitzung am 7. Juli 2020 wurde beschlossen, sowohl den Aufbau nachhaltiger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strukturen in Pandemiezeiten, als auch Antworten auf den ökologischen Wandel ins Zentrum der Arbeit zu stellen. Die französische Denkfabrik "France Stratégie" und das "Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung" (IASS) leiten die gemeinsame Geschäftsstelle des Zukunftswerks.

Lesen Sie mehr dazu hier und beim IASS Potsdam.

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DenkMit:

Umfrage zu Erfahrungen der Jugend im Franco-Allemand gestartet

 Um ein weiteres Zukunftsprojekt geht es bei der DenkFabrik, dem deutsch-französischen Programm des französischen thinktank Generation d'Avenir. Als Vorreiter zum Anregen von Reflexion und Diskussion bei jungen Menschen macht sich die DenkFabrik alle Themen eigen, die sich an der Schnittstelle beider Länder befinden.

Jetzt hat die DenkFabrik eine Umfragekampagne zur Rolle der Jugend im Franco-Allemand gestartet, die vom DFJA mitgetragen und vom DFJW unterstützt wird. Eine Online-Umfrage und Fokusgruppen-Interviews sollen helfen, die Rolle der Jugend im Franco-Allemand besser zu verstehen bzw. ihren Weg in die deutsch-französischen Beziehungen nachzuvollziehen. Am Ende wird ein Ideen-Papier mit Vorschlägen entstehen, wie man den Einstieg in das Franco-Allemand verbessern kann.

Hier finden Sie den link zum Kampagnenfragebogen.

Für eine erfolgreiche Kampagne benötigen die Organisatoren so viele Umfrage-Teilnehmende wie möglich. 

Geben Sie die Information gern an junge Leute weiter.

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Neues Format beim dfi

Das Deutsch-Französische Institut in Ludwigsburg führt ein neues Format ein, um auch unter den aktuellen Umständen mehr Zuhörer mit aktuellen Themen erreichen zu können. In lockerer Folge wird es Diskussionen im Studio veranstalten, die online über die Homepage verfolgt werden können. Die erste Ausgabe mit dem Titel

Wie weiter, Herr Macron?

läuft am Do., 16.7.20, 18.30 Uhr 

Es diskutieren

• Prof. Dr. Frank Baasner, Direktor des dfi

• Dr. Eileen Keller, Wissenschaftlerin am dfi

• Gunther Krichbaum, MdB, Mitglied im Vorstand des dfi

sowie Gäste aus Frankreich (zugeschaltet).

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos www.dfi.de

 

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@Ausstellung:

LUEUR - LICHT, DAS BLENDET

Fotografie, Malerei und Grafik, Videoinstallation 

 Wiederentdeckte Fotografien von Philippe Pinot, dem Urgroßvater der Fotografin Lilie Pinot, der in seinem Dorf um 1913/14 junge Männer kurz vor Kriegseintritt fotografierte, bildeten das Ausgangsmaterial für diese Ausstellung des französisch-deutschen Künstlerduos Lilie Pinot und Pauline Zenk. 

Seit 2016 arbeiten die beiden Künstlerinnen zusammen an einem Projekt, das Malerei und Fotografie, historische Recherche und Dokumentarfotografie verknüpft. Ihre Aufmerksamkeit gilt auch den Vergessenen der Geschichte, dem Spektrum zwischen Wahrheit und Imagination und dem Raum zwischen Sichtbaren und Unsichtbarem.

„Es ist wichtig, diese Bilder zu sehen, sich dieser Bilder zu erinnern, sich die Gewalt und die Kriegsverklärung ins Gedächtnis zu rufen – als Warnung, als stille Mahnung, denn obwohl es heute keinen Weltkrieg mehr gibt, gibt es durchaus Verblendung.“ (Pauline Zenk). 

Die Ausstellung zeigt beeindruckende Gemälde der „gueules cassés“, spannende Fotoarbeiten und Grafiken. 

Die gemeinsamen Arbeiten von Lilie Pinot und Pauline Zink waren bereits an verschiedenen Orten im Süden Frankreichs ausgestellt. Mit der Kieler Ausstellung - kuratiert durch Rainer Gröschl und mit Förderung der Familie Mehdorn Stiftung - sind sie erstmals in Deutschland zu sehen. Die Künstlerinnen freuen sich über Interesse an ihrer Arbeit und neue Ausstellungsmöglichkeiten. Lesen Sie hier eine Einführung zur Ausstellung und einen Medienbericht

www.liliepinot.comwww.paulinezenk.com, weitere Infos:  mehdorn@vdfg.de

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Zweierpasch - NEU!

Out Now: Farbenrausch 

Elektronisch, rebellisch, antirassistisch. So klingt die neue Zweierpasch-Single. Mitsamt psychedelischem Videoclip, der in Köln produziert wurde. Aufdrehn! Info >

Schwarze Medizin 
Reicht Bestürzung oder ein schwarzes Quadrat auf Insta nach dem Mord an George Floyd? Mit der BigBand CBBP veröffentlichen Zweierpasch " Schwarze Medizin". Ein Hauch von Jazzmatazz, großartiges Sax von Nico Halfmann, Arrangement und Clip von Stefan Merkl. YouTube

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Und noch ein Musiktipp

ein Text zum Nachdenken über die "Nebenwirkungen" dessen, was uns die letzten Monate widerfahren ist: EFFETS SECONDAIRES (Video Lyrics) - Grand Corps Malade  - Youtube

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Lesetipp 

Städtepartnerschaften in Europa - Konzepte und Praxis von Annäherung im 20. Jahrhundert

Die Beiträge diese Buches schildern nicht nur die Entwicklung der Städtepartnerschaften nach 1945 , sondern stellen auch die ersten Formen der Partnerschaften zu Beginn des 20. Jahrhunderts dar.

Herausgegeben von Corine DefranceTanja Herrmann und Pia Nordblom.

erschienen im Wallstein-Verlag.

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Ferienprogramm für kurz entschlossene 14-17jährige!

Die association Concordia Rhône-Alpes organisiert mit Unterstützung des DFJW "chantiers internationaux" für Jugendliche in den Sommerferien als internationale Friedensarbeit. www.concordia.fr

Für das chantier vom 31.07. bis 14.08.20 in Lelex/Fr. werden noch deutsch TeilnehmerInnen zwischen 15 und 17 Jahre gesucht. Hygienemaßnahmen sind gewährleistet. Das DFJW unterstützt die Reisekosten. Kontakt und weitere Auskünfte: Géraldine Alfred, dr.rhone-alpes@concordia.fr.

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Der vdfg eXpress verabschiedet sich hiermit in die Sommerpause. Wir wünschen unseren französischen Freunden trotz Corona-Einschränkungen einen schönen 14. Juli, Ihnen allen eine schöne und erholsame Sommerzeit und viele neue Ideen in der kreativen Pause. Vergessen Sie die "gestes Barrieren" nicht und bleiben Sie weiterhin gesund!

Cordialement,

Ihre

Margarete Mehdorn

BONNES VACANCES!!

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