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Kiel, den 05. Februar 2020

Liebe Mitglieder und Freunde der VDFG für Europa e.V.,

Auch zu Beginn dieses Jahres 2020 gibt es wieder einiges aus dem deutsch-französischen Bereich zu berichten - nicht nur wegen des deutsch-französischen Tages am 22. Januar.

 Am 25. Januar verlieh Botschafterin Anne-Marie Descôtes den Prix Rovan 2020 im Rahmen des Tages der Deutsch-Französischen Gesellschaften an der Französischen Botschaft in Berlin. Das Thema der Ausschreibung war dieses Mal: Angebote der DFGen zur Förderung einer europäisch ausgerichteten Generation.

Der Preisverleihung ging eine interessante Podiumdiskussion im Auditorium der Botschaft zum Thema Was ist für Sie eine europäische Generation? mit hochrangigen Gästen voraus. 

16 Bewerbungen um den Preis lagen der Botschaft vor.

Die Preisträger 2020 sind:

Die Deutsch-Französische Gesellschaft in der Auslandsgesellschaft.de e.V. Dortmund

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Marburg

RÊVE – Réunir l’Europe. Europa verbinden e.V.,  Bannewitz

Wir gratulieren den Ausgezeichneten sehr herzlich! Und danken auch allen Bewerbern fürs Mitmachen. Die erneute Ausschreibung für 2021 wurde zum Abschluss durch die Botschafterin bereits angekündigt zum Thema Beitrag der DFGen zu einer vielfältigen, inklusiven und toleranteren europäischen Gesellschaft.

Mehr lesen: https://vdfg.de/tag-der-deutsch-franzoesischen-gesellschaften-in-berlin/

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Anne Tallineau neue DFJW-Generalsekretärin

Seit dem 1. Januar 2020 hat der deutsche Generalsekretär des DFJW, Tobias Bütow, der seit März 2019 im Amt ist, wieder Unterstützung durch eine französische Kollegin. Nachdem Beatrice Angrand Mitte 2019 kurzfristig zur Leiterin des Service civil ernannt worden war, musste er einige Monate alleine diese Aufgabe bewältigen: Nun leitet Anne Tallineau das DFJW gemeinsam mit ihm. Wir gratulieren Mme Tallineau sehr herzlich zu dieser Ernennung und freuen uns auf gute Zusammenarbeit!

https://www.dfjw.org/meldungen/anne-tallineau-ist-neue-generalsekretarin-des-dfjw.html

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Aachener Vertrag in Kraft getreten!

Am 22. Januar, genau ein Jahr nach seiner Unterzeichnung,  trat der Vertrag über die deutsch-französische Freundschaft und Integration, der sog. Aachener  Vertrag durch den Austausch der Ratifizierungsurkunden in Kraft. 

Mehr lesen Sie hier: https://www.diplomatie.gouv.fr/de/frankreichs-beziehungen-zu-deutschland-osterreich-und-der-schweiz/bilaterale-beziehungen-mit-deutschland/der-deutsch-franzosische-kooperationsvertrag-von-aachen/


 In der gleichen Woche hielt der durch den Vertrag geschaffene Deutsch-Französische Ausschuss für grenzüberschreitende Zusammenarbeit seine konstituierende Sitzung unter der Leitung der Beauftragten für die deutsch-französischen Beziehungen, des Europa-Staatsministers Michael Roth und seiner französischen Amtskollegin Amélie de Montchalin, auf dem Hambacher Schloss in der Südpfalz ab.

Mehr lesen Sie hier https://de.ambafrance.org/Reise-von-Amelie-de-Montchalin-anlasslich-der-Eroffnungssitzung-des-deutsch

In Anerkennung des wichtigen Beitrags der zivilgesellschaftlichen Akteure enthält der Aachener Vertrag enthält in Art. 12 die Bestimmung, dass ein Bürgerfonds zur Förderung des zivilgesellschaftlichen Austauschs eingerichtet werden solle - eine Idee, die im Rahmen des Konsultationsprozesses 2018 von Seiten der VDFG vorgetragen worden war.

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An der Ausgestaltung dieses Bürgerfonds, der uns / Ihnen allen möglichst niedrigschwellig zu Gute kommen soll, wurde im Laufe des letzten Jahres auf Hochtouren gearbeitet, denn ein solches Förderwerk von Grund auf zu konzipieren und zu strukturieren und dabei zwischen zwei Ländern und zwei nationalen Verwaltungen abzustimmen ist alles andere als einfach. Aber es scheint zu gelingen, man hört, dass der Fonds voraussichtlich im März/April dieses Jahres starten könnte und wir dürfen gespannt neue Informationen dazu erwarten. Das DFJW mit seiner langjährigen Erfahrung im Austausch soll in einer ersten Projektphase von 3 Jahren die Administration übernehmen. Das VDFG-Präsidium war im Laufe des Jahres immer wieder in diese Vorbereitungsarbeiten mit einbezogen. Sobald es weitere Neuigkeiten dazu gibt, werden wir diese in die Runde senden.

Die wichtigsten Vereinbarungen des Aachener Vertrages können Sie hier nachlesen: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/europa/zusammenarbeit-staaten/frankreich/aachener-vertrag/2179602

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VDFG Jugend-Theater- und Medienpreis 2020!

Der VDFG Jugend Theater- und Medienpreis wurde für 2020 mit Unterstützung der Alfred-Töpfer-Stiftung erneut ausgeschrieben. Bewerbungen sollten neben dem deutsch-französischen Aspekt eine deutlich Europa orientierte Komponente haben.

Bewerbungsschluss: 14.7.2020

Die Ausschreibung und Bedingungen finden Sie auf der VDFG-Seite: https://vdfg.de/vdfg-jugend-theater-und-medienpreis-erneut-ausgeschrieben-fuer-2020/

Bitte gerne weitersagen!

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Deutsch-Französisches Parlamentspraktikum 2020/2021 ausgeschrieben

Für das Programmjahr 2020/2021 schreibt die französische Regierung erneut das jährlich stattfindende Deutsch-Französische Parlaments-Praktikum aus.

Seit vielen Jahren bietet es interessierten und motivierten deutschen Studierenden und HochschulabsolventInnen die Möglichkeit, ein Praktikum bei einem/r Abgeordneten der Assemblée Nationale zu absolvieren.

Ein vorausgehendes Studiensemester am Institut d’Etudes Politiques de Paris dient der Vorbereitung auf das Praktikum bei der/dem Abgeordneten der Nationalversammlung. Weitere Informationen finden Sie auf der beigefügten Programmausschreibung und unter dem folgenden link:
https://www.international.hu-berlin.de/de/studierende/ins-ausland/parlamentsstipendien-neu

Bitte geben Sie diese Information gerne an interessierte junge Leute weiter.

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Der 65. VDFG-FAFA-Kongress wird vom 23.-25.10.2020 in St. Brieuc (Bretagne) stattfinden mit dem Thema: Les Etats- Généraux du franco-allemand au service de l’Europe.

Erfahren Sie hier stets den aktuellen Stand der Vorbereitungen unter: https://congres-fafa2020.eu und http://armor2020.eu

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Neue Mitglieder im Kuratorium der VDFG für Europa e.V.

Der bisherige Präsident der EU-Kommission Dr. Jean-Claude Juncker, Elsie-Kühn-Leitz-Preisträger 2005, der bisher Mitglied des Kuratoriums der VDFG für Europa e.V.  war, hat die ihm auf Beschluss der letzten Kuratoriumssitzung in Halle im September 2019 angetragene Ehrenmitgliedschaft im Kuratorium der VDFG angenommen.

Seit Herbst 2019 ist auch der jeweilige Präsident der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) Mitglied im Kuratorium. Das war zunächst Prof. Dr. David Capitant, aktuell ist es Prof. Dr. Olivier Mentz. Wir freuen uns über diese zusätzliche Vernetzung mit der DFH.

Als neuer Vorsitzender der deutsch-französischen Parlamentariergruppe im Bundestag ist nun MdB Gunther Krichbaum als Nachfolger von MdB Andreas Jung in das Kuratorium nachgerückt. Mit MdB Andreas Jung danken wir für seine Unterstützung bleiben mit ihm in seiner Funktion als deutscher Präsident der neuen Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung in Kontakt.

Wir schätzen diese Zusammenarbeit mit den parlamentarischen Vertretern sowie mit der DFH zugunsten unseres zivilgesellschaftlichen Engagements sehr.

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Studie zu den Gelbwesten

Der Politikwissenschaftler Rémi Lefebvre geht in dieser im Dezember 2019 von der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlichten Studie der Frage nach, was die Gelbwesten für die Krise der repräsentativen Demokratie bedeuten und welche Widersprüche sich aus ihrer neuen Aktionslogik ergeben. Interessante Erkenntnisse, nicht nur über Frankreich. Weitere Informationen unter: www.fesparis.org

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Am Ende des letzten Newsletters Anfang Dezember 2019 schrieb ich insbesondere mit Blick auf den Brexit, dass unser Engagement für Verständigung, Respekt und Frieden in Europa auf Ebene der Zivilgesellschaft weiter dringend erforderlich bleibt. Ich kann dies heute nur bekräftigen, gerade auch angesichts von Vorkommnissen - wie zuletzt in Halle der Anschlag auf das Büro von MdB Dr. Diaby - gegenüber Persönlichkeiten, die unsere demokratische Grundordnung repräsentieren und vertreten. Gewaltwendung und -androhungen, Angriffe auf Sachen und Personen sind keine Mittel unserer demokratischen Kultur und dürfen es auch nicht werden! Die nebenstehende Mahnung auf dem Marktplatz von Halle hatte mich im vergangenen September während des Kongresses schon beeindruckt. Leisten wir (selbst-)bewusst und couragiert unseren Beitrag zu einer friedlichen und toleranten europäischen Gesellschaft! Hier sehe ich unsere aktuelle Verantwortung und Zukunftsaufgabe.

Im Namen des gesamten Vorstandes wünsche ich Ihnen bonne lecture und einen erfolgreichen Start in ein abwechslungsreiches deutsch-französisches  Veranstaltungsjahr 2020 !

Ihre

Margarete Mehdorn

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