Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
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Wohin nach 50 Jahren Elysée-Vertrag: VDFG/FAFA-Kongress in Bonn beendet

20. September 2013 Allgemeines Archiv 0 Kommentare

Mit der Vergabe des Jugendtheaterpreises und der Verkündung der “Bonner Erklärung” ist am 15. September 2013 in Bonn der 58. Jahreskongress von VDFG und FAFA zu Ende gegangen.

Rund 250 Besucher aus Frankreich und Deutschland haben sich drei Tage lang gemäß des Mottos “Wohin nach 50 Jahren deutsch-französischer Freundschaftsvertrag” engagiert in die Debatte nach Perspektiven und neuen Modellen für die Zukunft des couple franco-allemand  in den insgesamt fünf Arbeitskreisen des Kongresses eingebracht.

Begonnen hatte der  58. Jahreskongress von  VDFG/FAFA hat am Donnerstag, 12. September 2013. Vor 850 geladenen Gästen hatte Bundespräsident Joachim Gauck im Plenarsaal des ehemaligen Bundestages in Bonn in seiner Festrede über das bürgerschaftliche Franco-Allemand in Deutschland gesprochen.

Warum sollte etwas weniger freundschaftlich sein, fragte er, bloß weil man sich 50 Jahre gut kennt? Gauck: “Darum will ich Ihnen heute ebenso deutlich wie herzlich “Danke” sagen für all die Zeit und die Energie, die Sie in die vielfältigsten Projekte investieren: vom Boule-Turnier – in Bonn, habe ich mir sagen lassen, spielt man sehr professionell – über die gemeinsame Studienfahrt oder den Schüleraustausch bis hin zur Kooperation zwischen den Verwaltungen von Partnerstädten. Und Danke auch für die Vernetzung der Vernetzten – im Rat der Gemeinden und Regionen Europas und in der Vereinigung deutsch-französischer Gesellschaften für Europa . Dank all dieser Bemühungen ist der bürgerschaftliche Unterbau unserer politischen Beziehungen so breit und solide, dass er ein solides Fundament darstellt – besonders wichtig in Zeiten wie diesen, da die Krise in Europa gelegentlich auch zu kontroversen Auffassungen und Debatten führen kann.”

VDFG-Präsident Gereon Fritz erwiderte den Dank des Bundespräsidenten in seiner Rede an historischer Stelle und  gab einen Ausblick auf die vielen deutsch-französischen Aktivitäten, die unabhängig vom großen Jubiläumsjahr die Freundschaft beleben.

Eröffnet wurde der deutsch-französische Kongress dann hochkarätig im Festssaal der Universität Bonn durch den Botschafter von Frankreich in Deutschland, S. E. Maurice Gourdault-Montagne, sowie durch die Europa-Ministerin des Landes NRW, Angelika Schwall-Düren.

Ministerin Schwall-Düren, Mitglied im Kuratorium der VDFG und eine erklärte Freundin der Deutsch-Französischen Sache, nahm dann auch an der nachfolgenden Debatte „Wohin nach 50 Jahren?“ mit klugen Interventiuonen und engagierten Beiträgen teil. Eine Debatte, die zudem durch Beiträge der FAZ-Frankreich-Korrespondentin Michaela Wiegel, sowie durch Christophe Braouet, Direktor bei der Landesbank Hessen-Thüringen und Präsident der DFG Frankfurt kompetent bereichert wurden.

Moderiert wurde das Gespräch von Ursula Welter, Korrespondentin Deutschland Radio / Deutschlandfunk, Paris. Für Sympathie und Überraschung sorgten die engagierten Teilnehmer des VDFG-Jugendkongresses, Michaela Drost und Antoine Clément, an der Podiumsdiskussion.

Sie gaben der Runde Hinweise auf die Wünsche und Bedürfnisse der jüngeren Generation nach Teilhabe am bürgerschaftlichen Franco-Allemand. Eine Intervention, die vom Kongress nur zu gerne aufgenommen wurde. Somit wurde auch der spontane Wunsch nach einem ungeplanten 5. Arbeitskreis für den “échange intergénérationel (Was wir von einander lernen können) gerne umgesetzt.

Zur Dokumentation des VDFG/FAFA-Kongresses 2013

 

 

 


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