Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
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VDFG bei Anhörung im Bundestag: Ehrenamtliche finanziell entlasten

18. Mai 2018 Top-Nachricht 1 Kommentar
Die Anhörung fand im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages statt. Foto: fotolia.de

Bei einer Anhörung deutsch-französischer Interessensvertreter im Deutschen Bundestag hat jetzt erstmals die VDFG die Gelegenheit zu einer Wortmeldung gehabt.

Ehrenamtliche im Franco-Allemand müssen finanziell entlastet werden. Ihre Sache bedarf einer größeren Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit. Um dies zu leisten, hat die  Präsidentin des VDFG, Dr. Margarete Mehdorn, am 17. Mai 2018 in Berlin, bei einer Anhörung durch die Deutsch-Französische Arbeitsgruppe zum Élysée-Vertrag, die Schaffung einer Organisationsstruktur und Plattform ähnlich der des Deutsch-Französischen Jugendwerkes gefordert. 

Die Deutsch-Französische Arbeitsgruppe zum Élysée-Vertrag  , zusammengesetzt aus jeweils neun Abgeordneten des Deutschen Bundestages und der französischen Nationalversammlung, kam am Donnerstag, 17. Mai 2018, im Bundestag in Berlin zu einer viereinhalbstündigen öffentlichen Anhörung von Interessenvertretern aus der deutschen und französischen Zivilgesellschaft zusammen. Die Sitzung unter Vorsitz des CDU-Abgeordneten Andreas Jung und der französischen Abgeordneten Sabine Thillaye und Christophe Arend (beide von der Partei La République en marche) umfasste die vier Themenschwerpunkte Außenpolitik, Kultur, Wirtschaft und Energie. 

Mit der Expertise der unterschiedlichen Interessenvertreter wollen die deutschen und französischen Parlamentarier das geplante deutsch-französische Parlamentsabkommen voranbringen.


Die Präsidentin der VDFG, Dr. Margarete Mehdorn bei der Anhörung im Deutschen Bundestag. (Links neben ihr: Dr. Florian Drücke, Deutsch-Französischer Kulturrat (DFKR))

Welch erhebliche Bemühungen bereits seit 60 Jahren das größte zivilgesellschaftliche ehrenamtliche Netzwerk für die internationale Verständigung zwischen einzelnen Menschen leiste, und auch, an welche Grenzen der Belastung dabei gemeinnützige Vereine stießen, das machte Dr. Margarete Mehdorn (Foto), Präsidentin der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. (VDFG), deutlich. Etwa 40.000 Menschen in beiden Ländern seien in ihrer Vereinigung organisiert. 

Um die Ehrenamtlichen finanziell zu entlasten und ihrer Sache eine größere Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit zu verleihen, schlug sie vor, eine Organisationsstruktur und Plattform ähnlich dem Jugendwerk zu schaffen.

Guter Wille und Einsatzbereitschaft genügten heute nicht mehr. Die Parlamente seien in der Pflicht, das so oft geforderte bürgerschaftliche Engagement auch finanziell zu unterstützen und die Fördermöglichkeiten im deutsch-französischen Rahmen entsprechend zu erweitern.


(Redaktion: Stefan Endell/VDFG)


Lesen Sie im Folgenden den ganzen Bericht, zusamengefasst vom Deutschen Bundestag:
Plä­doyers für eine inten­sive­re deutsch-franzö­sische Zusammen­arbeit


Video-Aufzeichnung der Anhörung
deutsch-französischer Interessensvertreter
im Deutschen Bundestag


Liste der geladenen Interessenvertreter

Themenblock 1: Außen-, Verteidigungs- und Entwicklungspolitik, Migration und Integration (Vorsitz Andreas Jung)

  • Prof. Dr. Hans StarkInstitut français des relations internationales (lfri)
  • Dr. Claire Demesmay, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
  • Karin Kortmann, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ)
  • Prof. Dr. Thomas K. Bauer, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration

Themenblock 2: Jugend, Bildung, Sprache, Kultur und Städtepartnerschaften (Vorsitz Sabine Thillaye)

  • Prof. Dr. Frank Baasner, Deutsch-Französisches Institut (DFI)
  • Dr. Markus Ingenlath, Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW)
  • Xavier de Glowczewski, Association Réseau Abibac
  • Prof. Dr. Olivier Mentz, Deutsch-Französische Hochschule (DFH)
  • Dr. Florian Drücke, Deutsch-Französischer Kulturrat (DFKR)
  • Dr. Margarete Mehdorn, Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e. V. (VDFG)

Themenblock 3: Wirtschaft, Soziales und Innovation (Vorsitz Christophe Arend)

  • Dr. Martine Mérigeau, Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV)
  • Jörn Bousselmi, Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer (AHK)
  • Martin Kumstel, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA)
  • Maher Tekaya, Confédération française démocratique du travail (CFDZ)
  • Jan Stern, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
  • André Loesekrug-PietriJoint European Disruptive Initiative (JEDI)

Themenblock 4: Energie, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung (Vorsitz Andreas Jung)

  • Andreas Kuhlmann, Deutsch-Französische Energieplattform
  • Christoph BalsGermanwatch e. V.


 Teilnehmer Deutscher Bundestag – Assemblée Nationale 


Erstes Positionspapier der Deutsch-Französische Arbeitsgruppe zum Élysée-Vertrag


Zweites Positionspapier der Deutsch-Französische Arbeitsgruppe zum Élysée-Vertrag


Stenografisches Protokoll/Compte rendu sténografique


 

 

 

 

 

 

 


1 Kommentar

  1. Gereon Fritz schrieb am :

    Die Mitgliedsgesellschaften in der VDFG und FAFA werden von diesem Engagement und der verdienten Anerkennung profitieren. Die VDFG kommt auf dem richtigen Weg erfreulich gut voran. Weiter so!


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