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Tag der Deutsch-Französischen Gesellschaften in Berlin

1. Februar 2020 Aktuelles Archiv, Allgemeines Archiv 0 Kommentare

VDFG-Präsidentin Dr. Margarete Mehdorn dankte der Botschafterin und ihrem Team für die herzliche Gastfreundschaft in der Botschaft am Pariser Platz.

Im Rahmen der Verleihung des Prix Rovan 2020 in der französischen Botschaft in Berlin am 25. Januar debattierten fünf Experten zum Thema „Eine europäische Generation, was meinen  wir damit?“. Im Mittelpunkt dieser kurzweiligen Podiumsdiskussion mit Beteiligung von Teilnehmern im Auditorium stand der Bürgerfonds, der mit Inkrafttreten des Aachener Vertrags am 22. Januar eingerichtet wurde. Mit ihm soll zivilgesell-schaftliches Engagement für die deutsch-französische Kooperation finanziell unterstützt werden. Botschafterin Anne-Marie Descôtes bekräftigte in ihrem Grußwort, daß dieser Bürgerfonds der Annäherung der beiden Gesellschaften dienen soll. In eine mutige Umsetzung des Aachener Vertrags setzte auch die Präsidentin der VDFG GrußwortMM Prix Rovan 2020, Dr. Margarete Mehdorn,       ihre große Hoffnung. Gerade weil Schnittmengen gemeinsamer Werte derzeit abzunehmen scheinen, müsse die VDFG in der Öffentlichkeit noch stärker für diese eintreten und so dabei helfen, mit der Wahrnehmung der Chancen, die der Aachener Vertrag u.a. mit dem Bürgerfonds biete, eine europäische Ausrichtung der jungen Generation zu fördern.

 

Tobias Bütow (DFJW) erläuterte den Planungsstand zum Deutsch-Französischen Bürgerfonds.

Einzelheiten zu diesem Fonds, der in den ersten drei Jahren vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) gemanagt wird, konnte aber selbst der Generalsekretär des  DFJW, Tobias Bütow, noch nicht nennen. Im Frühjahr soll der Bürgerfonds seine Arbeit aufnehmen. Er wird vier Kategorien von Projekten unterstützen, darunter „niedrigschwellige“ Projekte von bis zu 5000 €, für die eine vereinfachte Antrags- und Bewilligungsform gelten soll. Über weitere Details ist noch nichts bekannt. Auch die präzise Dotierung ist noch offen.

 

Botschafterin A.M. Descôtes dankte den jungen Teilnehmer*Innen des Deutsch-Französischen Jugendausschusses (DFJA): Daniela Rau und Felix Hake hatten zuvor fachkundig-sympatisch die Podiumsdiskussion moderiert.

Auf das Engagement der Bürger, vor allem der jungen Generation, setzten alle Experten in dieser Podiumsdiskussion. Die Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich (CDU), die auch Mitglied der neuen Deutsch-Französischen Parlamentarier-versammlung ist, machte auf die Schwierigkeiten bei der Umsetzung gemeinsamer Projekte aufmerksam. „Hier prallen parlamentarische System aufeinander“, sagte sie im Vorfeld der nächsten Sitzung dieses Gremiums Anfang Februar in Straßburg. Reiner Kneifel-Haverkamp vom brandenburgischen Europaministerium wünschte sich, daß es gelingen möge, daß die junge Generation stolz sei auf das gemeinsame Europa. Emmanuelle Gallet, junge französische Austauschdiplomatin im Auswärtigen Amt, mahnte, alle Jugendlichen in Aktivitäten des Austauschs einzubeziehen, auch solche aus sozial schwachen Familien. Dr. Susann Worschech, Wissenschaftlerin an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, die ein Europa-Programm mit Straßburg pflegt, brachte die „Erfahrung der Brücken“ ins Spiel – Brücke über die Oder nach Polen, Brücken über die Disziplinen der Wissenschaft, Brücken über die Ambivalenzen, die Europa ausmachen. Sie zu überschreiten, Konflikte und Krisen zu bewältigen, mache stark. Robin Miska schließlich, junger Französisch-Lehrer in Potsdam und Vizepräsident der VDFG, mahnte, für die junge Generation reiche es nicht, eine wirtschaftliche Union Europas zu schaffen. Jung sein heiße nicht automatisch, europäisch orientiert sein. Hier liegt die große Herausforderung, um Europa aus seiner Krise zu leiten. (DP)


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