Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
Die Plattform für das bürgerschaftliche Franco-Allemand in Deutschland

www.vdfg.de

Newsletter

Rundbrief September 2013

1. September 2013 Newsletter 0 Kommentare

Am 26. Juli 2013 eröffnete Bundespräsident Joachim Gauck die große CREDO-Ausstellung in Paderborn mit folgenden Worten: „So sehr wir sie auch oft erträumen oder wünschen, so sehr wir sie uns auch oft und gerne in Büchern oder Filmen vorspielen lassen: Es gibt sie nicht – die “gute alte Zeit”. Wie nah oder wie fern auch immer wir in die Vergangenheit schauen: Das Wort “Früher war alles besser” erweist sich bei auch nur einigermaßen präzisem Hinsehen als Täuschung“. Seine Rede endete mit der Devise: „Unsere Aufgabe ist sozusagen: die gute neue Zeit“.

Sehr geehrte Präsidentinnen, Präsidenten und Freunde in den Mitgliedsgesellschaften,
 sehr geehrte Besucher unserer Internetseite,

wenn ich es recht bedenke, passt das, was der Bundespräsident über das Mittelalter sagt, in gewisser Weise auch auf die Betrachtungsweise mancher von uns, die da klagen: „Wie groß war doch unsere Begeisterung in früheren Jahrzenten für das FRANCO-ALLEMAND, in den Partnerschaftsvereinen, in unseren Gesellschaften! Um wie vieles besser verstanden sich doch die früheren Bundeskanzler und französischen Staatspräsidenten. Heute ist alles anders. Unsere Jumelagen erlahmen, die DFGen sind überaltert ….“ Es stimmt nicht, ganz gewiss jedoch stimmt es nicht pauschal. Dafür gibt es viel zu viele höchst aktive deutsch-französische Gesellschaften und Städtepartnerschaften mit phantastischen Programmen, großer Vielseitigkeit, höchstem ehrenamtlichen Einsatz und kreativer Fantasie. Davon zeugen die Internetseiten, die Sie am schnellsten über www.vdfg.de  alle einsehen können. Und in dieser positiven Gewissheit wollen wir uns gegenseitig bestärken beim 58. Jahreskongress von VDFG und FAFA vom 12. – 15.09.2013 in Bonn. Auch dort gibt uns unser Bundespräsident die Ehre.

Die Festrede hielt die Enkelin Konrad Adenauers, Bettina Adenauer-Bieberstein.

Alt und jung zugleich geblieben ist beispielhaft die DFG Berlin. Bereits 35 Jahre vor der Unterzeichnung des Elysee-Vertrages wurde 1928 die DFG Berlin als Teil der reichsweiten DFG gegründet. Die in den seinerzeitigen Statuten der DFG (§ 3) festgeschriebene Aufgabe war es: „…. das Verständnis für Frankreich in Deutschland heben und vertiefen, durch Bestandsaufnahme der französischen Geistesgüter, durch tiefgreifende Erkenntnis unserer Nachbarn an einer Entspannung zwischen beiden Ländern mitwirken und unter Wahrung des eigenen Staatsgefühls der beiden Nationen zwischen Frankreich und Deutschland Brücken zu schlagen“.  Am 28. August konnte sie in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin ihr eindrucksvolles Jubiläum feiern, zu dem die Präsidentin Marita Hebisch-Niemsch – unsere VDFG- Vizepräsidentin – eingeladen hatte. Dr. Margarete Mehdorn konnte als Vizepräsidentin der VDFG die Glückwünsche der Vereinigung überbringen. In den Grußworten und Redebeiträgen der Ehrengäste, unter ihnen Botschaftsvertreter und die Enkelin Konrad Adenauers, Bettina Adenauer-Biberstein, wurde die Arbeit der Gründungsväter und das Engagement der Gesellschaft nach Wiedergründung im Jahr 1949 gewürdigt.

Besuch am Stand: Bundespräsident Joachim Gauck wird von Botschafter Maurice Gourdault-Montagne (verdeckt) dem Präsidenten der VDFG, Gereon Fritz, vorgestellt. (Foto: Doreen Pukschamml/VDFG)

Ein großartiges Erlebnis war der VDFG vergönnt durch die aktive Präsenz beim Bürgerfest des Bundespräsidenten Joachim Gauck im Schloss von Bellevue. In einem gemeinsamen Zelt mit dem Institut Français Deutschland, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Cornelsen-Verlag konnten in zahlreichen Gesprächen die viel Tausende Besucher des Bürgerfestes die Arbeit unserer Mitgliedsgesellschaften und der VDFG kennenlernen. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit,  besuchte uns, wir sprachen mit  Frau Daniela Schadt, der Lebensgefährtin unseres Bundespräsidenten, der französische Botschafter Maurice Gourdault-Montagne verweilte sehr lange bei uns. Höhepunkt war der Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck. Ich bin zuversichtlich, dass auch von diesen Begegnungen Neues hervorgeht. Auf unserer Homepage www.vdfg.de  wird ausführlich berichtet und eine ansehnliche Fotostrecke gezeigt.

Ich wiederhole noch einmal den Hinweis aus meinem Augustbrief: Die NRW-Partnerregion „Nord/Pas-de-Calais» plant für den 15. November 2013 – einen Tag vor dem Beginn der Messe „Cap sur le Monde – Cap sur la Mobilité Internationale“ – ein deutsch-französisches Forum „Mobilität junger Menschen“. (Siehe: www.nordpasdecalais.fr) . Den Hinweis verdanken wir der NRW-Staatskanzlei. Gesucht werden 15 Vertreter von NRW-Jugend- oder Bildungsinstitutionen, Freundschaftsgesellschaften, Ministerien, die auf dem Gebiet Förderung der Mobilität von jungen Menschen tätig sind. Zielgruppe: Gymnasiasten, Auszubildende, Studenten, Berufsanfänger oder solche, die bereits Berufserfahrung haben.

Zurzeit versendet unser Generalsekretariat via E-Mail die Monatsrundbriefe an die Adressen unserer Mitgliedsgesellschaften. Das ist zwar nicht sonderlich aufwändig, benötigt aber dennoch Zeit. Daher sei heute erneut auf eine andere, sehr einfache Bezugsmethode hingewiesen:  Lassen Sie sich den VDFG-Rundbrief automatisch von unsere Internetseite zuschicken – dafür bitte nur einmal bei der Rubrikk  NEWSLETTER oder der Rubrik RUNDBRIEF Ihre Mail-Anschrift eingeben, unsere Sicherheitsnachfrage beantworten und Sie erhalten fortan den Rundbrief automatisch immer dann, wenn er aktuell auf unserer Site neu eingestellt wurde. JEDER kann diesen Rundbrief erhalten. Bislang versendet unser Sekretariat diesen Rundbrief aus Gründen er Arbeitsökonomie nur an die Präsidenten und Vorsitzenden der DFGen. Unser Sekretariat wird also durch diese Automatisierung sehr entlastet. Vielen Dank für Ihre Unterstützung durch Ihre Teilnahme am ONLINE-

Das Generalsekretariat des Europäischen Parlamentes wird voraussichtlich bereits im November 2015 ein «Haus der Europäischen Geschichte“ in Brüssel eröffnen. Der Historiker und Konservator Etienne Deschamps hat sich an mich gewandt mit der Bitte, nachstehend beschriebenes Anliegen den Mitgliedsgesellschaften der VDFG (und natürlich auch der FAFA) bekannt zu machen in der Hoffnung auf zahlreiche Beiträge, Objekte, Symbole etc., welche nach Brüssel gesandt werden sollen. Das ganze Projekt wird in einer PDF-Datei beschrieben, welche z. Z. in Englisch, aber noch im September auch in Deutsch und Französisch aufgelegt wird. Wenn Sie www.europarl.europa.eu  eingeben und unter building-a-house-of-european-history suchen oder einfach unter dem gleichen Stichwort z.B. bei Google suchen, finden Sie die komplette Präsentationsbroschüre. Da das Europäische Parlament über die schriftlichen und audiovisuellen Archive seit seinem Bestehen hinaus keinerlei Sammlung historischer Natur besitzt, ist es entscheidend auf Mithilfe von außen angewiesen. Im Konzept des Museums geht es nicht nur um die Darstellung der Verdienste großer Politiker, sondern um manifeste Zeugnisse des Wachsens der deutsch-französischen Freundschaftsbeziehung. Nichts ist unwichtig, alles ist wertvoll: Partnerschaftsurkunden, Postkarten, Briefe in beiden Sprachen, Fotos damals junger und älterer Mitbürger, Wimpel, protokollarische Gastgeschenke aus der jeweiligen Partnerstadt oder der französischen Partner Ihrer DFG.

Ich werde in den nächsten Briefen immer mal wieder auf diese großartige Initiative hinweisen und, sobald die deutsche und französische Version der Broschüre erschienen ist, sie auf die Seite der VDFG stellen lassen. Helfen Sie durch Ihre Recherche schon heute mit, dass das Projekt den besonderen Stellenwert des bürgerschaftlichen FRANCO-ALLEMAND und unserer Aktivitäten und Geschichte trägt. Ab sofort bereits können Sie sich direkt in Verbindung setzen mit:  Étienne DESCHAMPS, Parlement européen, Direction générale de la Communication (DG COMM), Maison de l’histoire européenne, Tél. : +32 (0)2 283 1756 ; Mail : etienne.deschamps@europarl.europa.eu .

Diejenigen unter Ihnen, die an der Verleihung des Joseph-Rovan-Preises des Französischen Botschafters teilnehmen, bitte ich, jede Gelegenheit wahrzunehmen, Vertreter anwesender DFGen, die noch nicht Mitglied der VDFG sind, anzusprechen und zu werben. Je zahlreicher wir sind, umso effizienter agieren wir.

Ich freue mich auf viele fruchtbare Begegnungen, Gespräche, Anregungen beim Bonner Kongress! Sie finden hierzu und zu fast wöchentlich Neuem alles auf unserer Website www.vdfg.de .

Ich wünsche Ihnen eine goldene Spätsommerzeit und grüße Sie herzlich

Ihr

Gereon Fritz


0 Kommentare


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.