Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
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Rundbrief Oktober 2013

30. September 2013 Newsletter 1 Kommentar

„Die Geschichte der Wiederannäherung, Versöhnung und schließlich der Freundschaft zwischen unseren Ländern, sie wäre nicht vollständig, würde sie eben nur von Staatsmännern und deren symbolischen Gesten gestaltet werden. Sie muss auch von den Bürgerinnen und Bürgern berichten, die damals nicht auf die große Politik warteten, um aufeinander zuzugehen. Sie muss erzählen von den Begegnungen und Initiativen, in denen das Vertrauen wuchs, das unseren Freundschaftsvertrag ermöglichte – einen Vertrag, der dann seinerseits wiederum ein einzigartiges Netz von Partnerschaften begründete. Und das ist vor allem Ihre Geschichte, meine Damen und Herren, die Sie sich hier versammeln! Der heutige Festakt verbindet Erinnerung an das Erreichte mit der Ermutigung für eine Zukunft, in der die Netzwerke der Zivilgesellschaft und die Verbindungen der Städte und Gemeinden vielleicht wichtiger sind denn je.

Beginnen wir mit dem Erreichten: Ich kenne überhaupt keine anderen zwei Länder mit einem so dicht und dauerhaft geknüpften Netz von persönlichen und institutionellen Beziehungen. Vielleicht kann man sogar sagen: Die Institutionen und Initiativen, die Sie hier vertreten – die deutsch-französischen Gesellschaften, die Clubs und Freundeskreise, die Städte- und Regionalpartnerschaften – bilden zusammengenommen so etwas wie eine deutsch-französische Bürgerbewegung! Das ist einzigartig – auch wenn wir inzwischen dazu neigen, all das, was wir erreicht haben, für selbstverständlich zu halten. Und wie alles vermeintlich Selbstverständliche schätzen wir es vielleicht dann gar nicht mehr so, wie wir es doch tun sollten“.(Aus der Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck im Plenarsaal des Alten Bundestages am 12.09.2013)

 Sehr geehrte Präsidentinnen, Präsidenten und Freunde in den Mitgliedsgesellschaften,
 liebe Besucher unserer Website, 

der 58. Jahreskongress der VDFG und FAFA in Bonn war ein großes Fest und ein fruchtbares Zusammendenken gleichermaßen. Sie finden die Berichte, Ergebnisse und Fotoreihen über die Kongressarbeit und über das so lebendige integrierte Jugendseminar dokumentiert auf unserer Website www.vdfg.de. Großer Dank gebührt allen Berichterstattern und unserem Pressereferenten Stefan Endell.

Die „Bonner Erklärung“, die die Mitgliederversammlungen verabschiedet haben, findet bereits jetzt große Anerkennung. Helfen Sie alle mit, sie zu verbreiten, z.B. an die Mitglieder des Bundestages, des Landtages, des Europäischen Parlamentes Ihres Wahlkreises.

Fast zeitgleich mit der VDFG-FAFA tagte mit guten Ergebnissen der deutsch-französische Ausschuss des Rates der Gemeinden und Regionen Europas DFA im RGRE. Die Zusammenarbeit sollte in Zukunft zu einer veritablen Partnerschaft führen. So wird sich eine belebende Synergie in unsere Jumelagen hinein ergeben können, die wir uns alle nur wünschen können.

Das Datum des 59. Kongresses von VDFG und FAFA steht bereits fest. Till Meyer, Leiter des Maison de Rhénanie-Palatinat in Dijon, hat dafür geworben, vom 10. – 12. Oktober 2014 die Hauptstadt des Burgund zu besuchen. Und bereits jetzt appelliere ich an unsere DFGen nachzudenken darüber, ob nicht eine von ihnen 2015 den Kongress ausrichten möchte. Ideal wäre natürlich nach Dijon die Stadt Mainz.

Als nächste Einladung an die DFGen steht aber die Verleihung des Joseph-Rovan-Preises des französischen Botschafters Maurice Gourdault-Montagne an drei deutsch-französische Gesellschaften, die von der Jury der Botschaft ausgesucht werden aufgrund ihrer besonders attraktiven Veranstaltungen im Jubiläumsjahr des Elysee-Vertrages. Ich wünschte mir, dass viele von Ihnen an der Ausschreibung teilnehmen und am 26.10.2013 nach Berlin kommen zur Verleihung. Es ist in der Tat immer ein schönes Fest, mit dem der Botschafter Ihrer aller Engagement würdigt.

DFG VOR ORT lautet eine Rubrik auf der Site der VDFG. Es ist der Nachrichten-Überblick aus den Mitgliedsgesellschaften – aktuelle Nachrichten aus dem bürgerschaftlichen Franco- Allemand. Zurzeit sind erst 13 Gesellschaften vertreten. Machen auch Sie als DFG mit. So haben alle Besucher unserer Seite unmittelbar Einblick in Ihre Planungen, statt mühsam jede einzelne DFG-Homepage aufzurufen. Unser Pressereferent ist Ihnen bei der nicht Einrichtung gerne mit einem Ratschlag behilflich. Z.B. würden sich hier sehr gut machen die DFGen Bielefeld, Holzwickede, Kassel oder Tübingen, deren aktuelle und attraktive Programmhefte mir gerade vorliegen.

 

Ein Anliegen liegt mir erneut sehr am Herzen. Ich wünschte mir, ALLE DFGen bezögen das hervorragende Periodikum DOKUMENTE/DOKUMENTS. Sein Chefredakteur Gérard Foussier, Mitglied unseres Kuratoriums, erinnert daran, dass es das älteste deutsch-französische Dialog-Forum nach dem Zweiten Weltkrieg überhaupt ist. Die Vielfalt und die Qualität der Beiträge aus Politik, Wirtschaft, Kultur sind überzeugend in ihrer Analyse und anregend für die DFG-Arbeit vor Ort. Abonnieren sie, schenken Sie regelmäßig ein Exemplar Ihrer Stadtbücherei, verschenken Sie ein Jahresabonnement zum Geburtstag eines Freundes, werben Sie auch selbst weiter bei den Mitgliedern Ihrer DFG. Machen Sie DOKUMENTE/DOCUMENTS und PARISBERLIN zu einer Quelle der Inspiration für Ihre Vereinsarbeit. Näheres siehe http://www.dokumente-documents.info

Das im letzten Rundbrief angesprochene Anliegen des Europäischen Parlaments zur Mithilfe beim Aufbau des „Europäischen Hauses der Geschichte“ in Brüssel werden wir im VDFG-FAFA-Vorstand anlässlich einer Tagung im November erörtern.

Das Gymnasium Bad Salzgitter sucht ein „Appariement scolaire“ mit einem französischen Collège. Wer glaubt bei der Suche helfen zu können, setze sich direkt in Verbindung mit dem stellvertretenden Schulleiter Hans-Günter Gerhold, Email: gerhold@gymszbad.de

Botschafter Maurice Gourdault-Montagne überreichte Dr. Eva-Sabine Kuntz die Insignien eines "Chevalier du Mérite National". Foto: Ambassade de France en Allemagne – Mélodie Fenez

Zum Schluss darf ich auch auf diesem Wege noch einmal Frau Dr. Eva-Sabine Kuntz, Mitglied unseres Kuratoriums, herzlich gratulieren, wie ich es am 24.09. bereits in der Französischen Botschaft tun durfte. Frau Dr. Kuntz wurde insbesondere wegen ihrer großen Verdienste um das DFJW geehrt. Botschafter Maurice Gourdault-Montagne überreichte ihr die Insignien eines Chevalier du Mérite National. In ihrer Zeit als Generalsekretärin von 2003 bis 2011 – gemeinsam mit Max Claudet und später mit Béatrice Angrand – wurden Austauschzahlen in seit 1967 nicht mehr da gewesener Rekordzahl erreicht. Diese Zahl „enthält eine wichtige politische Botschaft: Die deutsch-französischen Beziehungern interessieren und motivieren junge Menschen noch immer“ (aus dem VDFG-Homepage-Leitartikel von Eva-Sabine Kuntz und Béatrice Angrand im Dezember 2010).

Ich wünsche Ihnen eine fruchtbare Herbstzeit und grüße Sie herzlich

Ihr
Gereon Fritz


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