Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
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Rundbrief Oktober 2012

3. Oktober 2012 Newsletter 0 Kommentare

Ich? Du? Toi? Tout ce qu’on peut imaginer, est réalisable. Et tout ce qui est réalisable, on peut le faire ! N’importe qui ! Toi ? Vous? Moi? Nous tous? Wir alle …. Ich? Wir? Wir alle….! 

„Alles, was denkbar ist, ist doch auch machbar. Und alles, was machbar ist, können wir ja auch machen! Bloß wer? Wann?

So endete beschwörend die eindrucksvolle Performance ELYSEE63 der Saarbrücker Gruppe „Die Redner“ am 09. September im Staatstheater auf Einladung von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, – eine beängstigende europäische Zeitreise im Jahre 2063, 100 Jahre nach dem Elysee-Vertrag.

Und Sir Winston Churchill soll gesagt haben:

„Als Sieger verdient man Champagner. In der Niederlage braucht man ihn!“

Sehr geehrte Präsidentinnen, Präsidenten und Freunde in den Mitgliedsgesellschaften,
sehr geehrte Besucher unserer Internetseite,

Umfragen sind immer nur Momentaufnahmen, von kurzer Lebensdauer, selektiv und selten repräsentativ. Und doch reizen sie uns, regen zur Diskussion an, lassen nach Auswegen und Strategien suchen. 53 % der Deutschen sprechen sich für einen stärkeren Einfluss der EU auf die Wirtschafts-und Haushaltspolitik der EU-Staaten aus; deutlich mehr als in anderen EU-Ländern. Eine knappe Mehrheit der deutschen sieht auch den Euro positiv (FAZ 15.09.2012). Mich freut das.

Das von uns immer wieder empfohlene Magazin PARISBERLIN hat in seiner Septembernummer ein „Spécial – 50 Jahre Elysee-vertrag – Le 2e baromètre France-Allemagne“ veröffentlicht, das zu studieren sich ebenfalls lohnt.

Sie alle in Ihren Gesellschaften und Partnerschaften nehmen seit Jahrzehnten die Herausforderung an, sind die Basis für die deutsch-französische Kooperation zum Wohle Europas. Wenn Champagner ein Symbol der Freude ist, dann haben wir also Grund zum Trinken. Wenn Champagner Trost ist, dann trinken wir ihn mit dem Blick auf das Morgen, das wir gestalten wollen.

Am 05. September 2012 durfte ich die VDFG vertreten beim Bürgerfest der Stadt Bonn zur Eröffnung des Frankreichjahres auf dem Bonner Marktplatz und im Alten Rathaus. Dort sprachen die Außenminister Laurent Fabius und Guido Westerwelle mit Oberstufenschülern aus Bonner Gymnasien und Gesamtschulen. Für den Abend hatten Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und Botschafter Maurice Gourdault-Montagne zu einem Essen in die Redoute eingeladen.

Am 7. September 2012 folgten auf Einladung des Landrates des Rhein-Sieg-Kreises Frithjof Kühn dem Vortrag von Ministerpräsident a.D. Erwin Teufel und der anschließenden Podiumsrunde 550 geladene Gäste. Diese „13. Petersberger Perspektiven“ fanden  im ehemaligen Gästehaus der Bundesrepublik in Königswinter statt. Die Diskussion stand unter dem Thema: „50 Jahre Elysee-Vertrag –Die deutsch-französischen Beziehungen“. Es diskutierten Erwin Teufel, Corine Defrance (Sorbonne) und Gereon Fritz unter Leitung von Gérard Foussier (Chefredakteur von Dokumente/Documents und Präsident des B.I.L.D).

Zum Teaser-Video aufs Foto klicken

Für den 9. September – dem 50. Jahrestag der Rede de Gaulles an die deutsche Jungend in Ludwigsburg – hatte die Bevollmächtigte für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit, Ministerpräsidentin des Saarlandes, Frau Dr. Annegret Kramp-Karrenbauer in das Staatstheater in Saarbrücken eingeladen zur Uraufführung der deutsch-französischen Multimedia-Performance aus Musik, Film und Schauspiel der Künstlergruppe „Die Redner“. In ihrer Einladung führt Frau Kramp-Karrenbauer aus: „ Die Redner werden die wesentlichen Inhalte des Elysee-Vertrages und der Rede de Gaulles an die deutsche Jungend in die Gegenwart und Zukunft übertragen. Dabei bedienen sie sich einer kreativen Utopie und werfen aus der Zukunft des Jahres 2063 den Blick zurück in die Vergangenheit des Jahres 2013. …. In die Produktionsphase sind deutsche und französische Jugendliche eingebunden…“. Es war ein beeindruckendes, nachdenklich stimmendes Schauspiel.  Gerne empfehle ich die Gruppe interessierten Gesellschaften und Partnerschaftsvereinen weiter (www.die-redner.de).

Am 20. September tagte das VDFG-Kuratorium in der französischen Botschaft. Ein reger Gedankenaustausch mit vielen konstruktiven Ideen verspricht für unsere aller Arbeit wertvolle Impulse.

Am 21. und 22. September war die VDFG mit einem eigenen Zelt anlässlich des Bürgerfestes in Ludwigsburg vertreten. Im Schlosshof optimal platziert konnten wir für Mitgliedschaft in unseren Gesellschaften und in der VDFG werben den Besuch der Kongresse empfehlen, unsere Internetseite online präsentieren, Abonnements von ParisBerlin und Dokumente vermitteln. Besonderes Interesse bei jung und alt weckte das deutsch-französische Geschichtsbuch. Der Verlagsleiter von KLETT/Leipzig, Dr. Ilas Körner-Wellershaus, war den ganzen Tag bei uns. Das große Ereignis der Erinnerungsfeier an den 09.September 1962 – inzwischen in vielen Medien gewürdigt – ist auch auf unserer Internetseite zu verfolgen. Staatsminister Michael Link war übrigens auch unser Gast und Gesprächspartner. Ich danke allen, die am Stand Dienst getan haben.

Der Jahreskongress der FAFA/VDFG vom 27. bis 30. September in Nancy war für alle, die ihn besucht haben, ein unvergessliches Erlebnis mit konkreten Anregungen und Impulsen für unser Tun. Leider musste ich selbst kurzfristig meine Teilnahme wegen eines Trauerfalls absagen. Durch die VDFG-Vizepräsidentinnen Dr. Margarete Mehdorn und Marita Hebisch-Niemsch war ich bestens vertreten. Es war wieder einmal ein Höhepunkt im Leben unserer Vereinigung. Es bleibt nur zu wünschen, dass auch in Bonn die Teilnahme unserer DFGen überzeugend wird. Die FAFA hat Gérard Theiser zu seinem Ehrenpräsidenten und  Hans Herth einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Herzlichen Glückwunsch.  Auf unserer Internetseite berichtet bereits Stefan Endell. Eine Kongress-Doku wird demnächst auf der Site der Fafa zu finden sein.

Aus den Gesellschaften möchte ich zwei Kurzberichte abgeben: Dirndl trifft auf Baskenmütze“ so titelte die Mitteldeutsche Zeitung/Ausgabe Halle vom 30. August 2012, als sie davon berichtete, dass sich erstmals Schüler aus Grenoble und Halle besuchten und einen Film über Vorurteile produzierten. Die Ergebnisse ihrer Arbeit werden in einem zweisprachigen Dokumentar-Kurzfilm „Klischees – Clichés!“ präsentiert, den wir, wenn eben möglich, auch auf unsere Site stellen werden. Es war eine programmreiche lange Woche, welche wesentlich auch von der DFG-Halle mit ihrer Vorsitzenden Florence Bruneau-Ludwig mitgestaltet wurde.

Die DFG Paderborn konnte am 15. und 16. September ihr 60 – jähriges Bestehen feiern. Der Vorstand unter Leitung von Maria Lis hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen. Im Spiegelsaal des Schloss Neuhaus sprengten die elsässischen Gesangskabarettisten Léopoldine Hummel, Liselotte Hamm und Jean-Marie Hummel im wahrsten Sinne des Wortes Grenzen mit ihren französischen, deutschen, elsässischen, jiddischen Liedern, variationsreich, auch übrigens und zur Freude der Gäste zum Mitsingen. Am Sonntag stellte die mit viel Applaus bedachte Festrede des französischen Botschafters Maurice Gourdault-Montagne im vollbesetzen Ratssaal des Historischen Paderborner Rathauses den Höhepunkt dar. Auch bei dieser Feier bezog  der humorige Gesang der elsässischen Musico-Mimen die Zuhörer mit ein www.lamanivelle.org

Mitteilungen, Angebote, Anregungen:

Stefan Endell hat bereits in einem Brief vom 6. September darauf hingewiesen: Die VDFG wird schon bald mit einem neuen Internetauftritt auf die Bühne treten, ganz auf dem neuesten Stand der Technik und der Service-Fähigkeit. Online-Anmeldemöglichkeiten sind das Eine. Das Zweite wird sein die nachrichtliche Übersichtsseite, auf der der Besucher die Aktivitäten der DFGen sehen kann. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Gesellschaften Nachrichten per rss-feed senden und zur Verfügung stellen. Vorbildlich agieren hier u.a. die DFGen Bayreuth, Berlin, Budenheim, Duisburg. Welch ein Gewinn für alle, wenn viele von Ihnen diesem Beispiel folgen.

Pfr. Wolfgang Sedlmeier in der Stadt – Gemeinde von Franz Stock sucht  ein jungen Mann der Französich ausreichend (Schulfranzösisch!) spricht, um sich in einem freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) als Pfarrhelfer nach Paris zu trauen. Beginn Juli / August 2013. Die Aufgaben sind lt. Auskunft des zurzeit dort arbeitenden jungen Mannes, Es bleibt genügend Zeit, die Sprache zu verbessern und Paris zu erfahren. Hier die Adresse:  Katholische Gemeinde Deutscher Sprache Paris St. Albertus Magnus, 38, rue Spontini F-75116 Paris, 0033 (0)1 53 70 64 10, pfarrer@katholischegemeindeparis.eu

Unter www.elysee50.de stellen die Ministerien des Auswärtigen in Deutschland und Frankreich alles dar, was im Jubiläumsjahr 2012/2013 des Elysee-Vertrages geschieht, soweit es gemeldet wurde. Sie können u. a. den Veranstaltungskalender ansehen und selbst Veranstaltungen anmelden. Die VDFG stellt sich unter der Rubrik „Akteure“ vor. Im Veranstaltungskalender ist bereits der Kongress 2013 in Bonn eingetragen. Eine Seite, die zu besuchen es sich wahrlich und immer wieder lohnt!

Der Deutsche Bundestag und die Assemblée Nationale verleihen alle zwei Jahre für wissenschaftliche Arbeiten, die zu einer besseren gegenseitigen Kenntnis der beiden Länder beitragen, den deutsch-französischen Parlamentspreis. Er ist mit 10.000 € dotiert. Bewerben können sich deutsche oder französische Staatsbürger, die ein juristisches, wirtschafts-, sozial-, politik- oder anderes geisteswissenschaftliches Werk verfasst haben, das als selbstständige Veröffentlichung erschienen ist. Bewerbungsschluss ist der 05.November 2012. Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.bundestag.de, Rubrik „Kultur & Geschichte“. Unten auf dieser Seite klicken Sie „Parlamentspreise“ an, sodann „Deutsch-Französischer Parlamentspreis“. Sie finden hier den gesamten Ausschreibungstext. Vielleicht wissen Sie in Ihrer DFG von einem geeigneten Kandidaten.

Dr. Ingeborg Christ, DFG Duisburg, macht aufmerksam auf „eine eindrucksvoll engagierte Gruppe von Studenten/-innen, die bundesweit ein Netzwerk gegründet haben, bei dem immer ein Student einen Schüler an der Hand nimmt – oft und gerade auch aus Familien mit einem prekären Hintergrund – und diesem beisteht, den Weg zu sich, ins Leben zu finden, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken, Selbstvertrauen zu entwickeln, in der Schule besser zu werden und auch praktische Hilfen zu bekommen etwa bei der Suche eines Praktikumplatzes. Die Gruppe hat sich den Namen „Rock your life“ gegeben“, schreibt mir Ingeborg Christ. Die Gruppe erhielt den Preis 2011 des Stifterverbandes.

„Ta vie, prends-la toi-même en main » / « Mach was aus deinem Leben ». Unsere deutsch-französischen Gesellschaften denken ja weit über den deutsch-französischen Tellerrand hinaus. Ich halte die Anregung für sehr wertvoll und habe deshalb auch bereits Kontakt aufgenommen mit dem Geschäftsführer Stefan Schabernack (siehe: www.rockyourlife.de).  Hier fällt mir ein, was der Bürgermeister von Neukölln schreibt: „ Das Humankapital unseres Landes liegt nicht auf der Elbchaussee. Es liegt vielmehr dort, wo viele Kinder sind“.

Franz Stock und der Weg nach Europa so lautete der Titel der bewegend eindrucksvollen Ausstellung im Arnsberger Sauerland-Museum vom 20. Mai bis zum 26. August 2012. Eine Ausstellung hat nur für einen gewissen Zeitraum Gestalt. Ihr Inhalt aber sollte weiter – im umfassenden Sinne des Wortes –  wirken. Aus diesem Grund hat Thomas Bertram, stellv. Vorsitzender des Franz-Stock-Komitees (www.franz-stock.org)  und Mitautor der Ausstellung, einen Vortrag konzipiert, der mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation , die sich an der Ausstellung orientiert, deren Inhalt und Ziel  verdeutlicht. Bei Interesse ist er über bertram@franz-stock-komitee.de zu erreichen.

Bald 160 deutsch-französische Gesellschaften, ca. 2500 Städtepartnerschaften, 4000 Schulpartnerschaften, welch phantastisches Aktionspotential für unsere Arbeit. Auch bei Ihnen, vor Ort. Wie wäre es, wenn Ihre DFG, Ihre Partnerschaftsvereinigung bei jeder Begegnung mit der französischen Partnerschule den Schülern und Schülerinnen sowie den Eltern und Lehrern gleichzeitig mit dem Begegnungsprogramm  ein Werbefaltblatt Ihrer DFG einschließlich Beitrittserklärung überreichen würde? Ich bin überzeugt: Auch dies kann ein Weg sein zu neuen Mitgliedern, vielleicht gar zur Gewinnung Jugendlicher, die Freude an der Gründung einer Jugendgruppe innerhalb der DFG haben.

Zum Schluss meines diesmal recht langen Monatsbriefes habe ich die große Freude, noch einmal den Regionalverband Süd der deutsch-französischen Gesellschaften unter ihrem Präsidenten Pierre Caudrelier in cumulo als neues Mitglied zu begrüßen. Der Verband zählt 24 Einzelgesellschaften. Einige sind bereits z.T. seit vielen Jahren Mitglieder der VDFG (Donaueschingen,  Owingen, Radolfzell, Ravensburg-Weingarten). Ich freue mich auf gute Zusammenarbeit.

Gereon Fritz


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