Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
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Rundbrief Januar 2014

2. Januar 2014 Newsletter 0 Kommentare

Voneinander wissen, voneinander lernen, miteinander arbeiten, für die Einigung Europas, für unsere gemeinsamen Werte, in einer solidarischen Welt. Dies ist das Aktionsprogramm der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.

Wie  wichtig und vor allem wie unverändert und täglich aktuell es ist, zeigt der Artikel des deutschen Schriftsteller Michael Kumpfmüller im Feuilleton der FAZ am 03.12.2013. In Cognac erhielt er den „Prix Jean Monnet de littérature européenne“, der als Deutschem 2010 Hans Magnus Enzensberger zuerkannt wurde. Kumpfmüller titelt „Alles mir zu Ehren, aber alles ohne mich“ und beklagt die „Arroganz“ der „Franzosen“ mit dem einleitenden Satz: „Die deutsch-französische Freundschaft gibt es nicht, jedenfalls nicht in den kulturellen Kreisen Frankreichs“. Das kann man so nicht stehen lassen. Und doch beschreibt er eine Empfindlichkeit, die viele spüren, wenn sie „Franzosen“ begegnen. U.a. antwortet Rupert Neudeck (Leserbrief 7.12.2013): „Es gibt sie (die Arroganz) nämlich bei den französischen Bürgern nicht. Allenfalls bei Leuten des Geistes, die sich einbilden, etwas Besseres und Größeres zu sein“.
Die „Commémoration de la Grande Guerre“ – Wie wollen wir sie begehen? Während der Erste Weltkrieg bei den Franzosen präsent bleibt, ist er bei den Deutschen weit weg. Das hat vielerlei Gründe, die hier anzuführen den Rahmen dieses Rundbriefes sprengen würde.

Sehr geehrte Präsidentinnen, Präsidenten und Freunde in den Mitgliedsgesellschaften,
sehr geehrte Besucher unserer Internetseite,

75 Jahre trennen uns vom Ausbruch des 2. Weltkrieges. Lassen Sie uns daher gemeinsam mit unseren französischen Freunden Vergangenheit erinnern und Zukunft planen, Schauen wir auf die große Aufgabe unserer beiden Nationen in Bezug auf Europa. Agieren statt Lamentieren ist angesagt.

Agieren, das werden Michaela Drost mit einem motivierten deutsch-französischen Jugendteam in einem neuen VDFG-eigenem Jugend-Blog, der den spielerischen Namen „Zig Zag – Zick Zack“ tragen wird. Am 1. Februar soll er online gehen. Zu erreichen wird der Blog  über www.vdfg.de sein. Die DFGen sind schon jetzt sehr herzlich aufgerufen, Ihre Jugendaktivitäten und Jugendtermine dem VDFG-Jugendblog zu melden (zigzag@vdfg.de). Dies ist eine sehr gute Möglichkeit für unsere Mitgliedsgesellschaften ihre verschiedenen Jugendaktivitäten , Tipps, Termine, Reisen zum Thema Jugend auch über den Info-Kanal des VDFG-Jugendblogs laufen zu lassen. Sie müssen die Macher des Blogs bitte nur regelmäßig darüber informieren: Mail mit Text und vielleicht einer Illustration an zigzag@vdfg.de. Der Redaktionsleiter ist unser nimmermüder Pressereferent Stefan Endell. Zur Finanzierung des technischen und künstlerischen Aufbaus haben VDFG-Vorstandsmitglied Hans-Günter Egelhoff und das FAFA-Vorstandsmitglied Birgit Burgaud maßgeblich beigetragen. Ihnen sei auch an dieser Stelle sehr gedankt.

Am 5. Dezember 2013 ging es im Maison de l’Europe Paris um die uns alle bewegende Frage: „Pourquoi s’unir?“ Es diskutierten Claire Demesmay, Mitglied unseres Kuratoriums und Programmleiterin „Frankreich/deutsch-französische Beziehungen“ der DGAP (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.),  Michaël Foessel, Professor für Philosophie an der „Ecole Polytechnique“ und Krzysztof Soloch von der Revue Esprit. Welche Bedeutung dieser Runde beigemessen wurde, zeigt die Teilnahme unserer deutscher Botschafterin in Frankreich, Frau Susanne Wasum-Rainer und dem polnischen Botschafter in Frankreich, Herrn Tomasz Orlowski.

Emanuel Cohet (Generalkonsul Frankreichs in München, 1. v. l.), Thomas Silberhorn (Mitglied des Bundestages, CSU, 3. v. l.), Dr. Klaus Nutzenberger (Direktor des DStGB Büros in Brüssel, 5. v. l.), Gereon Fritz (Präsident des Verbandes der Deutsch-Französischen Gesellschaften, VDFG, 7. v. l.), Reinhard Sommer (Präsident des DFA, 2. r.)

Am 12. Dezember 2013 habe ich an der Tagung des deutsch-französischen Ausschusses im Rat der Gemeinden und Regionen Europas (DFA im RGRE) in Bamberg teilgenommen. Natürlich ging es auch hier erneut um die Zukunft der deutsch-französischen Städtepartnerschaften im neuen Europa. In drei Gesprächsrunden mit anschließender Diskussion drehte es sich im Wesentlichen um die Themen Jugendarbeitslosigkeit, Mobilität und Sprache. Wie wichtig die Kooperation mit den Partnern DFJW/OFAJ, der DFH (deutsch-französische Hochschule) und dem DFS (deutsch-französisches Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung) ist, durfte ich in einem der Podien hervorheben. Und bleibend wichtig: Der Erwerb der Partnersprache ist und darf nicht sein ein Privileg der Gymnasien, Real- und Gesamtschulen. Gezielte Berufssprache, wie sie das DFJW in speziellen Kleinlexika anbietet,  ist besonders bei Handwerksaustauschen und Praktika gut begleitet relativ leicht erwerbbar.

In diesem Zusammenhang lohnt es sich, ERASMUS + (https://eu.daad.de/erasmus/de) in unseren DFG-Kreisen zu empfehlen. Es ist das neue EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport, welches am 01.01.2014 an den Start geht. Schauen Sie sich die Seite an.

Der CMK (Carolus-Magnus-Kreis, Mitglied der VDFG) mag es mir nachsehen, dass ich nicht bereits im Dezemberbrief auf die hervorragend dokumentierte Jahrestagung vom 7. – 11.11.2013 in Erfurt hingewiesen habe. Sie stand unter dem Thema: „Moderne/Digitale Medien im kompetenzorientierten Fremdsprachenunterricht“ mit prominenter Fachbesetzung. Die Schirmherrschaft hatte Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. Wer mehr über die Tagung erfahren möchte, konsultiere www.carolus-magnus-kreis.de.

Auf einen spannenden und vielleicht auch brisanten Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion der DFG Saar zum Thema: „Deutschland als Vorbild und Modell für die Europäische Union?“ hat unser Pressereferent Stefan Endell bereits auf der Startseite www.vdfg.de  hingewiesen. Er findet statt am 23. Januar 2014, 18:30 Uhr, im Rathausfestsaal St. Johann in Saarbrücken.

Um ein ähnliches Thema geht es auch in der fünften Ausgabe im Jahre 2013 von „dfi-aktuell“ (dfi-Analyse:“ Deutsch-französische Kooperation als Vorbild?“. Sie finden die neuste Ausgabe von „dfi aktuell“ online unter folgender Adresse: http://www.dfi.de/pdf-Dateien/Veroeffentlichungen/dfi-aktuell/2013/dfi_aktuell_05_13D.pdf

Haben Sie sich auch schon einmal darüber geärgert, anlässlich des Besuchs von Museen selbst in deutsch-französischer Grenznähe deutsche, respektive französische Übersetzungen der gedruckten  Museumsführer oder der Beschreibung der Exponate zu vermissen? Wie wäre es, wenn von Ihrer DFG die Initiative ausginge, dass in dem Museen Ihrer Stadt eine diesen Missstand abstellende Initiative ergriffen würde? Übersetzer lassen sich finden. Oft fehlt nur der Anstoß.

Dem Gründungspräsidenten des „Komitee zur Förderung der deutsch-französisch-polnischen Zusammenarbeit e.V“ Klaus-Heinrich Standke überreichte der französische Botschafter S.E. Maurice Gourdault-Montagne den Orden eines  „Chevalier de la légion d’honneur“. Fast zeitgleich wurde ihm das Kommandeurskreuz des Verdienstordens der Republik Polen verliehen.  Das Komitee ist Mitglied der VDFG. Herzlichen Glückwunsch.

Markus Ingenlath / Béatrice Angrand Generalsekretär / Generalsekretärin DFJW / OFAJ

Am 18. November 2013 nahmen im Namen des DFJW/OFAJ Dr. Markus Ingenlath und Béatrice Angrand die „Grande Médaille der deutsch-französischen Freundschaft“ entgegen. Diese wurde ihnen im Kuppelsaal des Institut de France vom Präsidenten der Académie des Sciences Morales et Politiques im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung überreicht. Herzlichen Glückwunsch.

Haben Sie schon DOKUMENTE/DOCUMENTS abonniert? http://www.dokumente-documents.info

Neues aus dem DFJW Newsletter Dezember 2013: Lust auf einen Freiwilligendienst an einer Schule in Frankreich?
Wenn Du Lust hast, ab September 2014 für zehn Monate nach Frankreich zu gehen, dann könnte der Freiwilligendienst an Schulen genau das Richtige für Dich sein! Während Deines Aufenthaltes nimmst Du aktiv am Leben einer französischen Schule teil, die je nach Profil der Schule und des Freiwilligen vom DFJW zugeteilt wird. Dabei kannst Du, je nach Deinen Interessensschwerpunkten, bei der Durchführung von kulturellen und sportlichen Projekten helfen oder mit einer Partnerschule in Deutschland einen deutsch-französischen Austausch organisieren. Gleiches gilt natürlich für Freiwillige aus Frankreich, die nach Deutschland wollen. www.freiwilligendienst.dfjw.org

Ich bedanke mich für die vielen persönlichen Wünsche zu Weihnachten und zum neuen Jahr 2014, die mich aus DFGen und Freunden der VDFG erreicht haben  und erwidere sie herzlich.

Ihr

Gereon Fritz

 

 


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