Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
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Rundbrief Juni 2014

1. Juni 2014 Newsletter 0 Kommentare
Dijon: Vue du palais des Ducs de Bourgogne (Hôtel de Ville) depuis la place de la Libération (Photo : François de Dijon)

„La guerre, c’est le massacre de pauvres gens qui ne se connaissent pas, au profit de ceux qui se connaissent, mais ne se massacrent pas » Paul Valéry

Sehr geehrte Präsidentinnen, Präsidenten und Freunde in den Mitgliedsgesellschaften,
sehr geehrte Besucher unserer Internetseite,

europaflagge2390666040_2e6b0a9a78_zEuropa hat gewählt. Die Wahlbeteiligung ist nicht gesunken im Vergleich zu 2009, z. T. gar deutlich gestiegen. Das ist gut. Uns alle aber, die wir ein immer einiger werdendes demokratisches Europa wollen, muss der Zugewinn Europa-feindlicher Parteien schmerzen. Von einem politischen Erdbeben sprechen einige. Die Seismographen der Demoskopie haben es jedoch vorausgesagt.  Es gibt Gründe.

Concordia parvae res crescunt, Discordia maximae dilabunter. In Eintracht wächst aus kleinem großes, in Zwietracht zerfällt großes zu nichts. Vielleicht sind die Zerstrittenheit und die fehlende Klarheit der großen Parteien in Frankreich auch ein Grund für das Menetekel. Hier sind wir als deutsch-französische Gesellschaften vor Ort gefragt. Reden wir offen mit unseren französischen Freunden, von denen jeder vierte gewählt hat, wie es Europa nicht gut tut. Freunde analysieren Gründe für Krisen gemeinsam und reden nicht schön und verschweigen verschämt, was beängstigend ist.

Dijon-11programmdtkleinDer 59. VDFG-FAFA-Kongress von Dijon ist online unter www.vdfg.de/der-kongress-2014-in-dijon bzw. unter dem Button “Der Kongress 2014”. Das Programm, die Anmeldeformulare, die Hotel-Reservierungsangebote und die touristischen Vorschläge können ab sofort heruntergeladen werden. Kommen Sie zahlreich, nutzen Sie die Frühbucherermäßigung, senden Sie auch Ihre best-practice-Beispiele an Hans Herth hans.herth@wanadaoo.fr.  10. – 12. Oktober 2014.
Erfolgreiche Begegnung der Kulturen – Neuer Schwung in unsere Städtepartnerschaften

 

 

Aus unseren Gesellschaften:
Ich empfehle Ihnen, immer wieder einmal in unserem www.vdfg.de / VDFG / Mitgliederverzeichnis die Internetseiten einzelner DFGen aufzurufen. Sie sehen dann selbst die große und Impulse gebende Vielfalt der Programme. Der VDFG-Vorstand bemüht sich derzeitig um die Realisierung eines Projektes mit dem Ziel, mittels kontinuierlicher Durchforstung der Programme in den Homepages und direkter Kontaktaufnahme mit der/dem Vorsitzenden der jeweiligen Gesellschaft die SERVICE-Seite noch aktueller und reicher zu machen. Es geht um „Best-practice“ –Beispiele, um Synergien, um noch engere Kooperation.

SchellhornEs wäre schön, wenn in vielen Bundesländern die dort befindlichen DFGen regionale Treffen veranstalteten, wie es u.a. in NRW geschieht oder auch, wie es der Regionalverband Süd praktiziert. Unser Vorstandsmitglied Patrick Schellhorn hat am Treffen vom 17. Mai 2014 in Radolfzell teilgenommen. Seinen Bericht können Sie im Anhang dieses Schreibens nachlesen.

 

Die deutsch-französische Gesellschaft für Wissenschaft und Technologie DFGWT (Mitglied der VDFG)  und ihr französischer Partner, die AFAST haben den Bonner Kongress maßgeblich mitgetragen. Dafür gebührt ihnen unser großer Dank. Nun sehen AFAST und DFGWT ihr Ziel erreicht. Die erstellte Bilanz von AFAST und DFGWT „belegt, dass die Wechselwirkung der Wissenschaftler und Forschungsorganisationen beider Länder inzwischen so eng und vital ist, dass es des Aufwandes der öffentlichen Förderung der Katalysatorfunktion beider Gesellschaften nicht mehr bedarf. DFGWT und AFAST stellen ihre gemeinsame Arbeit deshalb ein“ (aus der Pressemitteilung).

Die „DFG Cluny e.V. Hamburg“ trauert um Helmut Dressel, der im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Von 1982 bis 2001 füllte er das Amt des Vorsitzenden mit hohem Engagement aus und prägte entscheidend die Gestalt der großen und ältesten VDFG-Mitgliedsgesellschaft. Wir erinnern uns gerne an seine kontinuierliche Präsenz und sein aktives Mitwirken an unseren Kongressen. R.I.P.

Besuche:
Dr. Johannes JacobiAm 6.Mai nahm unser Schatzmeister Johannes Jacobi für die VDFG teil an der Verleihung des Europapreises 2014 des Landes Rheinland-Pfalz im Plenarsaal des Landtages. Europaministerin Margit Conrad hatte den Preis unter dem Motto „Mach Dir ein Bild – Filmspots zur Wahlbeteiligung für das Europäische Parlament“ ausgelobt. Die Filmclips dreier Realschulen wurden prämiert.  Die Verleihung war eingebettet in die Feier der 10-jährigen Mitgliedschaft der Republik Polen und der Tschechischen Republik in der Europäischen Union.

Marita Hebisch-NiemschAm 8. Mai folgten Marita Hebisch-Niemsch und Gereon Fritz der persönlichen Einladung von Sanofi-Aventis Deutschland zur Vernissage von LART ET LA SANTÉ in der Französischen Botschaft. Das anschließende Galadiner mit dem französischen Botschafter Maurice Gourdault-Montagne gab Gelegenheit zu vielen fruchtbaren Gesprächen.

Am 20. Mai fand in der Akademie der Künste/Berlin das 54. Akademie-Gespräch statt zum Thema: „Verteidigt die Kultur! Das Freihandelsabkommen“. Es ging in der Diskussion um die Befürchtung, durch das TTiP-Abkommen zwischen der EU und den USA könne die Kultur zur Handelsware verkommen mit unüberschaubaren Folgen für die mühsam in Europa errungenen Strukturen.

ZIGZIG750breitLaden Sie Ihre Jugendlichen ein, den VDFG-Jugend-Blog ZigZag / ZickZack zu besuchen. Eine bemerkenswerte Jugendinitiative der unserer Vereinigung.

„Französischen lernen – was sonst?“, unser Werbefaltblatt für die Erlernung der französischen Sprache, erfreut sich eines großen Zuspruchs. Immer mehr Schulen bestellen online  den kostenlosen Flyer hundertfach als Entscheidungshilfe für die Sprachenwahl in der Sekundarstufe I.  Inzwischen denken wir bereits an eine Neuauflage. Nutzen auch Sie die Bestellmöglichkeit als gleichzeitige Werbung für Ihre DFG, Ihren Partnerschaftsverein, indem Sie die Schulen vor Ort „versorgen“ (www.vdfg.de / Sprache).

Screenshot 2014-06-01 21.54.37Viele DFGen und Schulen beziehen auch die monatliche Sprachzeitung REVUE DE LA PRESSE http://www.sprachzeitungen.de/franzoesisch-jahresabo.html  mit „und Beiträgen aus der frankophonen Presse zu aktuellen Themen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft, Technik, Umwelt und Freizeit. Zu jedem Artikel finden Sie ein umfangreiches französisch-deutsches Vokabular. Ergänzt wird jede Ausgabe durch zwei Seiten – français facile – mit besonders leichten, von Muttersprachlern selbst geschriebenen Beiträgen. Weit und weniger Fortgeschrittene können unsere Sprachzeitung gleichermaßen, auch ohne Nachschlagewerk, mit großem Lernerfolg sehr gut lesen und verstehen“. So die Eigenwerbung.

Den Deutsch-Französische Journalistenpreis erhalten in diesem Jahr Helmut Schmidt und Giscard d’Estaing. Die Verleihung erfolgt am 02. Juli 2014 im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin. „ Helmut Schmidt und Giscard d’Estaing haben gezeigt, wie wichtig Mut, gemeinsamer politischer Gestaltungswille, Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit sind, um über nationale Grenzen hinweg Frieden und Wohlstand zu sichern“, heißt es in der Pressemitteilung. Kooperationspartner dieser Veranstaltung, die auch in Zukunft den DFJP flankieren sollen, sind die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik DGAP und die Fondation Robert Schuman. Beide Partner sind in unserem VDFG-Kuratorium vertreten.

Bücher:
10343005_790123517667445_3366906704360290712_aPariser Historische Studien Band 103. Dirk Petter, Auf dem Weg zur Normalität. Konflikt und Verständigung in den deutsch-französischen Beziehungen der 1970er Jahre, München 2014. Auf der obersten Regierungsebene bestand zwischen Deutschland und Frankreich in den 1970er Jahren ein außerordentlich gutes Verhältnis. Jenseits des »Glücksfalls« Giscard-Schmidt kannten die deutsch-französischen Beziehungen jedoch eine Reihe heftiger Auseinandersetzungen. Ihnen traten verschiedene Kräfte der staatlichen wie gesellschaftlichen Sphäre entgegen. Dirk Petter untersucht dieses Wechselspiel von Konflikt und Verständigung und ordnet das betrachtete Jahrzehnt in den Kontext der Nachkriegsbeziehungen zwischen den beiden Staaten ein. Näheres siehe: http://www.dhi-paris.fr/de/news/aktuelles/detail/soeben-erschienen-pariser-historische-studien-band-103.html

 

Henry Bogdan, Le Kaiser Guillaume II, Dernier empereur d’Allemagne, www.talandier.com, 20,90 €

Bogdan zeichnet ein Bild Wilhelms II, das sich deutlich gegenüber der fast ausschließlich negativen Sicht der Geschichtsschreibung abhebt.

 

Aus dem DFJW-Newsletter Mai 2014:

Der Tele-Tandem®-Förderpreis wird vom DFJW ausgeschrieben, um besonders innovative, kreative und interaktive deutsch-französische Schulprojekte auszuzeichnen und die Arbeit mit neuen Medien besonders zu würdigen. Der Preis ist mit 600 € dotiert, die zur Hälfte an die Partnerschule in Deutschland und zur anderen Hälfte an die Partnerschule in Frankreich gehen. Berichte und Materialien zu den Gewinnerprojekten werden auf der Internetseite www.tele-tandem.net veröffentlicht. 
Start von ersterweltkrieg.dfjw.org
Screenshot 2014-05-27 09.35.19Die DFJW-Internetplattform „1914-2014“ wird am 19. Mai online gehen. Sie besteht aus drei Rubriken: Die Rubrik „100 Projekte für den Frieden“ stellt 100 Projekte vor, die das DFJW im Rahmen der Ausschreibung „100 Jahre Erster Weltkrieg – 100 Projekte für den Frieden in Europa“ von 2014 bis 2018 unterstützen wird. Die Rubrik „Andere Programme“ stellt alle anderen Projekte und Veranstaltungen vor, die sich mit dem Thema Erster Weltkrieg befassen und vom DFJW gefördert werden. Die dritte Rubrik „Erinnerungsarbeit und Friedenserziehung“ stellt eine Linkliste und pädagogische Hilfsmittel zur Verfügung, die Organisationen und Animateuren bei der Vorbereitung internationalen Jugendbegegnungen helfen sollen. 

grandeguerre.ofaj.org / ersterweltkrieg.dfjw.org > 

Herzlich grüßt Sie Ihr

Gereon Fritz

 

 

 

 


Regionalverband Süd: Jahresversammlung in Radolfzell am 17. Mai 2014

Zur Jahresvollversammlung des Regionalverbands Süd, der 24 Vereine mit deutsch-französischen zivilgesellschaftlichen Anliegen umfasst, hat in diesem Jahr der gastgebende Deutsch-Französische Club Radolfzell an das westliche Bodenseeufer eingeladen. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wiederwahl des langjährigen und sehr engagierten Präsidenten des Regionalverbands Pierre Caudrelier, unter der Wahlleitung durch den Ehrenpräsidenten Roland Dost, für eine weitere Amtszeit. Weiter ging es mit den Berichten der Vertreter der eingeladenen Vereine über die Tätigkeit im zurückliegenden Jahr, denen die Ausblicke auf die kommende Arbeit gefolgt sind. Die Vielfalt, die sich in der Struktur der Mitglieder des Regionalverbands zeigt, spiegelt sich in ihren Jahresprogrammen wieder. Berichtet haben jüngere und ältere Partnerschaftsvereine, die in ihren Kommunen teils für den Austausch mit der französischen Partnerstadt Verantwortung übernehmen, teils aber auch für die zivilgesellschaftlichen Beziehungen zu allen Partnerstädten zuständig sind, die ihre Gemeinde unterhält. Genauso haben die klassischen Deutsch-Französischen Gesellschaften berichtet, die sich, unabhängig von Städtepartnerschaften, um die civilisation francaise in Deutschland kümmern. Es fällt auf, dass die DFG’en vielfach über Schwierigkeiten mit der Einbindung der jungen Generation berichten, aktuell indessen ein recht lebendiges, abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm organisieren können. Es zeigt sich, dass den Mitgliedern der DFG’en kulturelle Programmpunkte genauso wenig vorenthalten werden, wie Vorträge zu historischen Daten und politischen Themen. Der Rückblick war noch durch das Jubiläum des Elysée-Vertrags geprägt, während es im Ausblick vielfach um Ideen (die größtenteils noch umgesetzt werden müssen) geht, wie zum Beispiel Veranstaltungen zu den Themen „100 Jahre Erster Weltkrieg“ und „70 Jahre Beginn des französischen Besatzungsstatuts im Südwesten – vom Feind zum Freund“. Im Zusammenhang mit dem Centenaire/Grande guerre hat die Tagesordnung eine kurze ökumenische Andacht vorgesehen, die hauptsächlich von zwei Akteuren gestaltet wurde: Zum einen Uwe Hecht, von Berufs wegen evangelischer Pfarrer und zudem Mitglied im Vorstand der DFG Donaueschingen. Zum anderen von der, aus der Belle Province stammenden Danièle Bellemare-Lee, die das Gedicht „Au champ d’honneur“ vorgetragen und dessen beeindruckende Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte erklärt hat. Das Gedicht ist stets ein wichtiger Programmpunkt am Ersten Weltkriegs-Gedenktag, der auch deswegen, über Kanada hinaus, berühmt ist, weil eine Klatschmohnblüte am Revers getragen wird.

Insgesamt hat die Tagung, wie in jedem Jahr und wie in der Zeit zwischen den Jahresversammlungen, der Vernetzung benachbarter DFG’en gedient, wobei sich die Nachbarschaft auf eine Fläche erstreckt, in der auch Entfernungen von über 150 Kilometern vorkommen. Außerdem hilft  dieses Forum dabei, dass nicht jede DF-Gesellschaft, Verein oder Club das Rad neu erfinden muss. (Bericht: Patrick Schellhorn / VDFG) 


 


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