Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
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Prix Rovan 2013: Botschafter zeichnet drei Deutsch-Französische Gesellschaften aus

27. Oktober 2013 Aktuelles 0 Kommentare

Der Botschafter von Frankreich in Deutschland, SE Maurice Gourdault-Montagne, hat am 25. Oktober 2013 drei Deutsch-Französische Gesellschaften für ihre guten Projekte im Jubiläumsjahr “50 Jahre Elysée-Vertrag”  mit dem Prix Rovan 2013 ausgezeichnet.

Es fand sich eine muntere und sehr große Gruppe von  etwa 80 DFG-Vertretern in der französischen Botschaft in Berlin am Pariser Platz ein. Botschafter Gourdault-Montagne freute sich über die rege Beteiligung und nannte einzeln die vertretenen 30 DFGen in seiner Begrüßung. Dann ging er auf das zu Ende gehende Frankreich-Jahr und die aktuelle Lage in Frankreich ein und gab uns mit auf den weg: Jedes Jahr ist ein Frankreich-Jahr!

Die VDFG-Vizepräsidentin begrüßte die anwesenden im Namen der VDFG und überbrachte die Grüße von Präsident Gereon Fritz. Sie dankte dem Botschafter für seine Gastfreundschaft und die Würdigung des Engagements er DFGen durch den Rovan-Preis.

Im Anschluss stellte Frau Petra Sigmund vom Auswärtigen Amt (Referatsleiterin E 10 und Koordinatorin der dt.-französ. Ministerräte) mit beeindruckenden Argumenten die Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich im Herzen Europas für das Funktionieren der Europäischen Union dar.  Eine Einigung bzw. Kompromissfindung zwischen D. und F. über ihre sehr deutliche Unterschiedlichkeit hinweg sei wegbereitend für Kompromissfindungen in Europa. Und sie hielt dabei ein Plädoyer für das Engagement der deutsch-französischen Gesellschaften: Kompromissfindung hieße von der eigenen Position ein Stück weit abzurücken und dafür brauche eine Regierung gesellschaftliche Akzeptanz.

Diese Akzeptanz für die deutsch-französischen Beziehungen aber würde durch die Arbeit der DFGen in der Gesellschaft gefördert. Gerade in Zeiten der Krise, die den Rückzug auf sich selber fördern, sei die Arbeit der Zivilgesellschaft sehr wichtig, da sie zu einem Rückgang der Toleranz führen können.

Es folgte eine lebhafte  Fragerunde und Diskussion unter Leitung des Kulturattachés M. Suard. Im Anschluss stellt M. Suard drei junge Frauen Marie Augère, Léa Briand und Catharina Schmatloch  mit deutsch-französischer Ausbildung und Berufslaufbahn vor, die derzeit alle in Berlin deutsch-französischen Bezügen arbeiten und mit viel Begeisterung von ihre Tätigkeiten berichteten.

In Anschluss wurden die diesjährigen Prix-Rovan-Preisträger aufgerufen und stellten ihre Projekte vor. In diesem Jahr wurden herausragende Projekte im Zusammenhang mit der 50-Jahr-Feier des Elysée-Vertrages ausgezeichnet. 37 Bewerbungen waren bei der Botschaft eingegangen, vier davon wählte der Botschafter aus und zeichnete die folgenden DFGen für ihr besonderes Engagement aus:

1. Platz DFG Rehau : für Veranstaltungen  zu 50 Jahre Elysee Vertrag und 50 Jahre Städtepartnerschaft sowie 200 Jahre Franzosengräber, die seither ehrenamtlich von Bürgern gepflegt werden; Herausgabe einer Broschüre über Historie die Gräber aus der Zeit der Völkerschlacht. – 1000.- €

2. Dt.-Frz. Kulturkreis Neuss : 4 Projekte in Kooperation mit der Partnerstadt Châlons-en-Champagne, u.a. ein Theaterprojekt zu aktuellen Jugendproblemen, Erarbeitung mit Schülern, Inszenierung mit Schülern in Châlons und Aufführung. 800.- €

3. Platz zu gleichen Teilen:  DFG Cluny in Hamburg und DFG Leipzig  – je 600.- € – Hamburg : Festival Arabesques als verantwortlicher Koordinator mit vielen Akteuren in der Stadt. Leipzig : Veranstaltungen zu Elysee-Vertragsjubiläum und 200 Jahre Völkerschlacht in Koop. mit der Partnerstadt Lyon – insbesondere Fête de la Musique.

Spritzig und witzig umrahmten Franz Geil mit seinem Partner an der Ukulele die Veranstaltung musikalisch mit französischen und deutschen Chansons jeweils in der anderen Sprache interpretiert.

Dann ging es zur feierlichen Verleihung der Preise und Urkunden in den Empfangssaal der Botschaft mit Blick auf den Pariser Platz. Außerdem wurde Herr Bernd Käsebier, DFG Osnabrück, für seine Verdienste um die französische Sprache von Botschafter Gourdault-Montagne mit dem Orden Chevalier des Palmes Académiques ausgezeichnet.

Anschließend wurden die Teilnehmer mit einem  exquisites Menü verwöhnt, das eines Staatsgastes würdig gewesen wäre. Zum Abschluss durfte das obligatorische Gruppenfoto nicht fehlen bevor man sich wieder gut gestärkt und neu beflügelt in alle Himmelsrichtungen der Republik auf den Rückweg machte. (28.10.2013 – Bericht von Dr. Margarete Mehdorn)  Zur Bildergalerie 

 


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