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Machen Sie mit: Bürgerbefragung zur digitalen Zukunft Europas

13. Dezember 2018 Unsichtbar 0 Kommentare
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Heute möchten wir Sie auf eine Bürgerbefragung zur digitalen Zukunft Europas aufmerksam machen, welche die VDFG als Partner unterstützt. Ziel der deutsch-französischen Kampagne ist es, aus der Zivilgesellschaft möglichst viele Ideen zusammenzutragen, wie Europa als Standort und Gründungsort für digitale Unternehmen wieder attraktiver werden kann. 

Die Initiative wurde vom Institut G9+, Roland Berger, Croissance+ und Make.org ins Leben gerufen, um ein erstes Weißbuch zur europäischen Digitalwirtschaft zu schaffen. Als VDFG unterstützen wir das Projekt gern, um besonders die Positionen der deutsch-französischen Zivilgesellschaft in dieser Frage zu stärken. Wir laden Sie daher herzlich ein, noch bis Anfang Januar Ihre Ideen bei der Online-Befragung zu teilen und die Kampagne gerne auch an Ihre Mitglieder und deutsch-französischen Partnerorganisationen weiterzuleiten. 


Was Google, Facebook, Twitter und Amazon gemeinsam haben? Keines der großen Digitalunternehmen unserer Zeit wurde in Europa gegründet. Doch was muss sich ändern, damit Europa eine Führungsrolle in der Digitalwirtschaft übernimmt? Genau das möchten wir von Ihnen wissen: Teilen Sie Ihre Ideen für die digitale Zukunft Europas bei der ersten deutsch-französischen Bürgerbefragung zu genau dieser Frage! 


Zur Bürgerbefragung


Eine gigantische Transformation der Wirtschaft ist im Gange. Die Situation ist inzwischen allen bekannt: die Wertschöpfung der Industrie hat sich auf Digital umgestellt. Wenn sich in Europa und den Vereinigten Staaten neue Bedürfnisse ergeben, verändern sich ganze Sektoren unserer tertiären Wirtschaften dramatisch und schaffen neue Wachstumspotenziale. Rund um Daten, Cloud und digitale Sicherheit entwickelt sich eine extrem leistungsfähige neue Wirtschaft. Die künstliche Intelligenz ist eine Revolution im Zentrum dieser Revolutionen, die neue Perspektiven bietet und die Karten unter digitalen Kräften neu verteilt.

Dieses weltweite Wachstum der digitalen Wirtschaft vollzieht sich jedoch nicht überall im gleichen Tempo. Tatsächlich ist die Stärke dieser Wirtschaft auf einige wenige Regionen der Welt konzentriert. Wir können von einer Hyperkonzentration mit großen Unterschieden innerhalb der betroffenen Gebiete sprechen.

Trotz der seit Jahren auf dem europäischen Kontinent unternommenen Anstrengungen und gezeigter Bereitschaft verliert Europa an Boden, sein Gewicht in der Weltwirtschaft nimmt in der Tat langsam ab. Mit anderen Worten: Europa profitiert nicht in vollem Umfang von den Vorteilen des globalen digitalen Wachstums, im Gegensatz zu anderen Ländern wie den Vereinigten Staaten oder China.

Der Grund dafür ist inzwischen bekannt und identifiziert. Auch wenn es vor allem in Frankreich sehr dynamische Ökosysteme gibt, vollzieht sich der globale digitale Wandel unserer europäischen Volkswirtschaften im Vergleich zu unseren Wettbewerbern immer noch zu langsam.

Neben der Rückständigkeit Europas aufgrund mangelnder Investitionen gibt es noch eine zweite wichtige Beobachtung: Die enorme globale digitale Beschleunigung kommt einer Handvoll Global Player zugute, vor allem amerikanischen und chinesischen, der berühmten GAFA und BATX (Baidu, Tencent, Alibaba, Xiaomi). Diese Position gibt ihnen nun die Möglichkeit, über neue Normen zu entscheiden und vor allem von den wesentlichen neuen Marktchancen zu profitieren.

Wie können die Europäer und vor allem die beiden führenden Volkswirtschaften des Kontinents, Deutschland und Frankreich, auf die rückständigen Investitionen Europas und das Aufkommen der hegemonialen amerikanischen Akteure (GAFA) reagieren?



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