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Junge Duisburgerin beim Staatsakt in Verdun dabei

10. November 2018 Unsichtbar 0 Kommentare
Foto: fotolia.de

Gemeinsam gedenken Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel am 10. und 11. November des Endes des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren.

Sie fuhren dazu zu einer Gedenkstätte in die Nähe der nordfranzösischen Stadt Compiègne, wo am 11. November 1918 auf einer Waldlichtung der Waffenstillstand in einem umgebauten Speisewagen unterschrieben worden war. 

Begleitet wurden die deutsche wie die französische Regierungsdelegation von 40 jungen Menschen, Schülern und Studenten aus Frankreich und Deutschland.Die Funke Mediengruppe aus Essen schickt in Kooperation mit Frankreichs größter Zeitung „Ouest France“ 40 Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren nach Verdun und an andere Schauplätze des Ersten Weltkriegs – 20 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, 20 aus Frankreich.

Helena Färber, Duisburg

Unter ihnen war die Duisburgerin Helena Färber, 19 Jahre alt, Studentin in Düsseldorf und aktiv in der Deutsch-Französischen Gesellschaft Duisburg. Helena Färber hat dieses Jahr am Duisburger Landfermann-Gymnasium ihr Abi gemacht; dort lernte sie auch die französische Sprache. Sie liest gern und hört französische Musik. Inzwischen studiert sie Psychologie in Düsseldorf.


Der NRZ-Chefredakteur Manfred Lachniet sprach mit der jungen Duisburgerin vor ihrer Abfahrt nach Verdun: 

Sind Sie erstmals in dem Land?

Nein, ich habe in der Schule zweimal einen Schüleraustausch mitgemacht und danach ein Praktikum in Frankreich absolviert. Zudem bin ich vorher schon öfter mit meiner Familie nach Frankreich gereist.

Was erwarten Sie  in Verdun?

Ich möchte das, was in Geschichtsbüchern über den 1. Weltkrieg steht, lebendiger erfahren.  Ich möchte besser verstehen können, was für eine Ausnahmesituation damals geherrscht hat. Ich hoffe zudem, durch den Austausch dazu beitragen zu können, mit den französischen Schülerinnen und Schülern den heute bestehenden und so wichtigen Frieden zwischen den Staaten erhalten zu können und damit natürlich ein starkes zukünftiges Europa zu schaffen. 

Können Sie sich vorstellen, dass Frankreich einmal als „Erbfeind“ bezeichnet wurde?

Nein, ich kann mir das nicht vorstellen. Ich als Deutsche wurde bis jetzt schon so oft so herzlich in Frankreich aufgenommen, und auch jetzt ist das Zusammentreffen mit den französischen Jugendlichen sehr harmonisch. Im Alltag spürt man nichts mehr von dem Hass, der einmal bestand. Nicht zuletzt ist es schön, wenn das Interesse an der deutschen Kultur bei Franzosen so groß ist. 


Eindrücke und Bilder von der Reise der jungen Menschen in Frankreich finden Sie unter nrz.de


 

 

 

 


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