Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
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Hip-Hop, Hymnen, Halleluja: Rückblick auf den Kongress 2018

22. Oktober 2018 Top-Nachricht 1 Kommentar
Barbara Kubis-Martin, Präsidentin der FAFA und Dr. Margarete Mehrdorn, Präsidentin der VDFG begrüßen die Kongress-Teilnehmer in Colmar. Foto: VDFG/Endell

Mit einer unterhaltsamen Einlage einer deutsch-französischen Hip-Hop-Band wie auch mit einem politischen Paukenschlag ist am 21. Oktober 2018 im elsässischen Colmar der 63. Jahreskongress der VDFG-FAFA zu Ende gegangen.


Von Stefan Endell


Etwa zweihundert Teilnehmer aus Deutschland, Frankreich und anderen Ländern hatten sich vier Tage lang in der Regional-Hauptstadt des Département Haut-Rhin zum Kongressthema “Die Jugend und das Europa von morgen” versammelt. Das  verantwortliche Veranstalter-Komitee des Cercle Franco-Allemand Colmar Centre Alsace wie auch die FAFA aus Paris hatten den Teilnehmern durchweg gut organisierte und instruktive Kongresstage geboten. 

Die Hip-Hop-Gruppe Zweierpasch (französisch Double Deux), eine deutsch-französische Bildungsinitiative aus dem Grenzgebiet zwischen Freiburg im Breisgau, Kehl und Straßburg  begeisterte die Besucher zum Abschluss des Kongresses mit einer Mixtur aus deutsch-französischen Texten und einer Videoprojektion, die das Heute mit dem Gestern klug wie charmant zu verbinden wusste.

 

(Video: Stefan Endell)

“Zweierpasch” besteht neben den Zwillingsbrüdern Till und Felix Neumann aus einer fünfköpfigen Band. Ihre Texte sind sowohl deutsch als auch französisch. (Eine CD von Zweierpasch wird demnächst im VDFG-Online-Shop käuflich zu erwerben sein). Die Hip-Hop-Gruppe Zweierpasch intonierte dann zum Abschluss des Kongresses musikalisch die Melodie der deutschen wie französischen Nationalhymne.


 

Franziska Brantner, MdB, Bündnis90/Die Grünen, berichtet auf der Abschluss-Veranstaltung des Kongresses von FAFA und VDFG in Colmar zum aktuellen Stand der Verhandlung des neuen Elysée-Vertrages. Foto: VDFG/Endell

Im Anschluss sorgte Franziska Brantner, Bundestagsabgeordnete von Bündnis90/Die Grünen mit ihrem Vortrag unter den Kongress-Teilnehmern für einen Paukenschlag: Dr. Franziska Brantner ist Mitglied der Deutsch-Französischen Arbeitsgruppe zur Erarbeitung des neuen Élysée-Vertrages. 

In dieser Eigenschaft fasste sie zum Abschluss des Kongresses von FAFA-VDFG in Colmar den aktuellen Stand der Verhandlungen zusammen und überraschte den Kongress mit der Nachricht, dass der Elysée-Nachfolge-Vertrag verbindlich und zuverlässig die Einrichtung eines so genannten “Bürgerfonds” zur Finanzierung von deutsch-französischen Bürgerprojekten vorsehe.

Lesen Sie mehr dazu hier.

Florence Bruneau-Ludwig, die Präsidentin der Deutsch-Französischen Gesellschaft Halle, präsentiert zusammen mit ihrer Vize-Präsidentin Dr. Stefanie Schwabe den Veranstaltungsort 2019. Foto: VDFG

Am Tag zuvor, am Ende einer gemeinsamen Mitgliederversammlung, hatte Florence Bruneau-Ludwig, die Präsidentin der Deutsch-Französischen Gesellschaft Halle  zusammen mit ihrer Vize-Präsidentin Dr. Stefanie Schwabe die Kongress-Teilnehmer herzlich zum Jahreskongress 2019 nach Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt) eingeladen.

Sie beide sorgten in diesem Zusammenhang für Heiterkeit als sie unter dem Hinweis auf  den berühmten Barock-Komponisten und Sohn der Stadt Halle, Georg Friedrich Händel, den Ausruf “Halle-luja” tätigten und sich damit auf die Händel-Kantate Messiah mit dem weltbekannten Chor „Halleluja“ bezogen. Lesen Sie mehr über Halle in: DIE ZEIT: Happy in Halle
Halle hat kein Geld. Aber dafür Leute mit guten Ideen. Sie mögen, dass man hier viel bewegen kann und improvisieren darf. Und dass keiner am Ende Perfektion erwartet. Weiter


Bereits einen Tag zuvor war das 3. Intergenerationelle Forum “101 Ideen für lebendige deutsch-französische Partnerschaften in Europa” mit über 50 Teilnehmern gestartet (ausführlicher Bericht über Inhalte und Ideen von Lisa Möller demnächst auf vdfg.de), das dann in einen der insgesamt sechs Arbeitsgruppen des Kongresses mündete.

Moderator eines Kongress-Vormittages –  der Chefredakteur von “eurojournaliste”: Kai Littmann – Foto: Endell/VDFG

Der erste Kongresstag wurde am Vormittag moderiert von Kai Littmann, dem Gründer und Chefredakteur der zweisprachigen Online-Tageszeitung Eurojournalist/e mit Sitz in Straßburg. Littmann resümiert auf seinem Blog unter der Überschrift Deutsch-Französisches und ein Happening:

Der 63. Kongress des VDFG-FAFA (hier erkennt man den französischen Einschlag dieses Verbands – mit den in Frankreich so beliebten Endlosabkürzungen, die so lang sind, dass sie eigentlich auch abgekürzt werden müssten…) stand unter dem Thema „Die Jugend und das Europa von morgen“.
Neben den Forums-Diskussionen, bei denen vor allem die älteren Semester zu Wort kamen, wurden sechs Workshops organisiert, in denen zwar auch überwiegend ältere Personen sprachen, doch dort konnten sich auch die anwesenden jungen Menschen ausdrücken.

Und bei der Diskussionsveranstaltung am Freitag kam es dann sogar zu einer Art Happening, als ein paar Jugendliche auf die Bühne kamen und sehr gesittet anmerkten, dass sie auch etwas zu sagen hätten. Ein wenig Unruhe auf der Bühne, eine zahm aufmüpfige Jugend, das war richtig nett.”
Den ganzen Beitrag von Kai Littmann lesen.

Zu den Themen Beruf, Europa in einer globalisierten Welt, Umweltschutz , Kultur und Städtepartnerschaften trafen die Kongress-Teilnehmer in den sechs Ateliers des VDFG-FAFA-Jahreskongresses zusammen. 


ZUM FOTOALBUM DER VDFG – SCHNAPPSCHÜSSE VOM KONGRESS


Eine ausführliche Kongress-Dokumentation über die Arbeit in den Ateliers ist von unseren französischen Freunden angekündigt


 


1 Kommentar

  1. Margarete Mehdorn schrieb am :

    Es war ein guter, lebendiger Kongress mit guten Gesprächen mit tollem kulturellen und musikalischen Rahmen.
    Es wäre schade, nicht dabei gewesen zu sein.


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