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“Grenzen schließen sich, aber nicht unsere Herzen”

18. April 2020 Aktuelles Archiv, Allgemeines Archiv 2 Kommentare

Die beschämenden Vorfälle an der Grenze zwischen Lothringen und dem Saarland oder dem Elsaß und der Pfalz, bei denen Franzosen rüde angegangen wurden, haben zu einer eindrucksvollen Reaktion geführt. Ortsbürgermeister auf beiden Seiten der Grenze haben ein Manifest aufgesetzt unter der Überschrift “Die Grenzen schließen sich, aber nicht unsere Herzen.” Darin appellieren sie an alle Bürger nicht zuzulassen, “daß ein Virus eine Freundschaft zerstört.” Auch und gerade in dieser Krise sollten wir vereint bleiben und unsere Freundschaften positiv weiterentwickeln, schreiben die lokal Verantwortlichen. Jeden Tag seien weiterhin neue und beeindruckende Gesten der Solidarität festzustellen. “Wir verfügen über starke Grundlagen, auf die wir aufbauen können,” heißt es wörtlich in dem auf deutsch und auf französische formulierten Manifest, dessen Aufruf zur Solidarität sich an alle Menschen wendet, die diese Werte teilen. D.P.


2 Kommentare

  1. Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

    gerne unterzeichne ich den Aufruf zum Manifest „Grenzen schließen sich, aber nicht unsere Herzen“. Dies ist mir ein dringendes Anliegen, gerade in der jetzigen Lage.

    Leider ging der Manifest-Aufruf bislang an der badischen Seite vorbei. Läßt sich bestimmt noch nachholen.

    Als Südpfälzer mit verzweigten verwandtschaftlichen Wurzeln im Elsass – und seit über zwanzig Jahren im Amt als badischer Bürgermeister – steht für mich die freundschaftlich-nachbarschaftliche Verbindung zu beiden Seiten des Rheins und der Lauter an oberster Stelle.

    Es ist wichtig, dass wir unsere gemeinsamen regionalen Anliegen gegenüber den nationalstaatlich geprägten Vorgaben behaupten. Wir – Pfalz, Elsass und Baden – sind doch mehr als ein reiner Wirtschaftsraum mit überwiegend geschäftlich geprägten Interessen. Die Verflechtungen gehen doch weit darüber hinaus. Im Kern sind wir eine Schicksalsgemeinschaft, deren gemeinsamen Wohl nur mit dem geschwisterlich verbundenen Nachbarn denkbar ist.

    In diesem Sinne unterzeichne ich das Manifest

    Helmut Pautler, Bürgermeister Rheinmünster
    Lindenbrunnenstr. 1
    D-77836 Rheinmünster

    • Margarete Mehdorn schrieb am :

      Lieber Herr Pautler,

      danke für Ihre positive Rückmeldung. Es freut mich als geborene Pfälzerin sehr, dass Sie auf diese Weise wenigstens von dem Aufruf gehört haben, der mir von meiner Verwandtschaft in der Pfalz zugesandt wurde. Wenn Sie die Kollegen kontaktieren gibt es sicher eine Möglichkeiten en Kreis der Unterzeichner noch zu erweitern.
      Cordialement aus dem hohen Norden (Kiel)
      Margarete Mehdorn
      Präsidentin der VDFG für Europa e.V.


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