Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
Die Plattform für das bürgerschaftliche Franco-Allemand in Deutschland

Jubiläum

DFG Dortmund feiert 70-Jähriges

10. Dezember 2018 Jubiläum 0 Kommentare
Gruppenbild: v.l.n.r: David Babin, Odile Brogden (Dt.-Franz. Gesellschaft), Klaus Wegener (Präsident der Auslandsgesellschaft), Botschafterin von Frankreich Anne-Marie Descôtes, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, französische Generalkonsulin Olivia Berkeley-Christman, Pascale Gauchard (Dt.-Franz. Gesellschaft), Margarete Mehdorn (Präsidentin der Vereinigung der Deutsch-Französischen Gesellschaften e.V.) (Foto: Hartmann)

Am 8. Dezember 1948 wurde in Dortmund das Deutsch-Französische Institut mit Unterstützung der französischen Regierung und Zustimmung der britischen Besatzungsmacht gegründet und ist damit älter als die Bundesrepublik Deutschland.  Aus dieser Keimzelle entstand im März 1949 das internationale Haus „Auslandsinstitut“ (heute Auslandsgesellschaft.de).

Gut 140 Gäste feierten dieses Ereignis in Anwesenheit der Botschafterin von Frankreich Anne-Marie Descôtes und der Generalkonsulin Olivia Berkeley-Christmann im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte am Freitag, 30 November 2018.


Véronique Elling begeisterte das Publikum mit ihrem Programm “Paris chéri” und setzte ihrem Auftritt mit der “Marseillaise de l’Espoir” einen bewegenden Abschluss. (Foto: Hartmann)

Veye Tatah (Deutsch-Afrikanische Gesellschaft und Africa Positive e.V.) kooperiert mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft im Rahmen des Afro-Ruhr-Festivals. (Foto: Hartmann)

Ingeborg Christ (Deutsch-Französische Gesellschaft Duisburg) präsentiert ihr Arbeitsbuch für Lehrkräfte, im Bild mit David Babin und Pascale Gauchard (Dt.-Franz. Gesellschaft) und Waltraud Schleser (DFG Duisburg). (Foto: Hartmann).

 

 

 

 

 

 

 


Grußworte sprachen Klaus Wegener, Präsident der Auslandsgesellschaft und der Dortmunder  Oberbürgermeister Ullrich Sierau. In kurzweiligen Interviews mit Partnern aus Dortmund und der Region, sowie mit Gästen, die auf Bundesebene in deutsch-französischer Sache aktiv sind, stellte das Leitungsteam der Deutsch-Französischen Gesellschaft ihre Arbeit vor. Standing-Ovation gab es für die „Marseillaise de l’Espoir“, die Véronique Elling und der Akkordeonist Jurij Kandelja zum Abschluss eines starken musikalischen Auftritts interpretierten. Mit dieser Veranstaltung eröffnet die Auslandsgesellschaft das Jubiläumsjahr 2019.


Zur Geschichte:

Bereits in den Jahren 1948-49 kamen renommierte  Referenten, wie Alfred Grosser und Joseph Rovan nach Dortmund. Den Anfang deutsch-französischer Kulturarbeit kommentierte Stefan Albring, Gründer der Auslandsgesellschaft mit den Worten: „Welch ein Wandel! Fünf Jahre nach dem 1. Weltkrieg marschieren französische Truppen in das Ruhrgebiet ein; fünf Jahren nach dem 2. Weltkrieg veranstaltet das Auslandsinstitut in Dortmund eine Ausstellung französischer Bücher“.

In den 50er Jahren knüpfte die Deutsch-Französische Gesellschaft erste Kontakte nach Amiens, dies führte 1960 zur Unterzeichnung der Städtepartnerschaft Dortmund-Amiens. Ferner unterstützte die Deutsch-Französische Gesellschaft die Einrichtung eines deutsch-französischen bilingualen Zweigs im Max Planck Gymnasium im Jahr 1992.

Deutsch-Französische Kulturarbeit in der Region – Begegnung – Zusammenarbeit mit Schulen

Seit 2008 leiten David Babin, Odile Brogden und Pascale Gauchard die Deutsch-Französische Gesellschaft. „Unser Konzept ist einfach: einerseits Begegnung im Rahmen von regelmäßigen freundschaftlich-gemütlichen Abenden. Auf Französisch spricht man von „convivialité, z.B. Gesprächskreise, Film- und Chansonabende sowie Vorträge oder Ausstellungsbesuche. Auch die jährliche „Galette des Rois“ im Januar zählt dazu“, erklärt Odile Brogden. „Ein- oder Zweimal im Jahr versuchen wir außerdem Akzente zu setzen, indem wir bekannte Gäste nach Dortmund einladen. In den letzten Jahren waren die französisch-senegalesische Autorin Fatou Diome, Alfred Grosser und der mehrfach ausgezeichnete algerische Autor Boualem Sansal zu Gast.“

„Vor allem in unserer Zusammenarbeit mit Schulen sehen wir uns als Multiplikatoren. Es ist uns sehr wichtig, Französisch-Lehrkräfte bei ihrer Aufgabe zu unterstützen. So haben wir viele Info-Abende über die Angebote des Deutsch-Französischen Jugendwerks organisiert. Wir begleiten auch Schulgruppen bei Studienfahrten z.B. nach Straßburg und in unsere Partnerstadt Amiens“, so Pascale Gauchard, in der Auslandsgesellschaft für Kommunikation zuständig.

Besonders wichtig ist auch die Zusammenarbeit in der Region. David Babin, der seit über 10 Jahren den Cercle Français moderiert, hat im September 2016 die Leitung des Deutsch-Französischen Zentrums in Essen übernommen. Eine Stärkung der Deutsch-Französischen Gesellschaften in der Region. Er sagt: „Von dort aus kann ich die bilateralen Gesellschaften von Duisburg bis Holzwickede unterstützen. Die räumliche Nähe ermöglicht uns gemeinsame Veranstaltungen zu machen, bekannte Referenten durch die Region touren zu lassen.“ 


 


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