Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
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Rundbrief September 2012

1. September 2012 Newsletter 0 Kommentare

Trotz Sommerpause bleibt die Zeit gefüllt von Sorge und Hoffnung um und für unser Europa. Ich habe deshalb die Auszüge aus der Rede von Bundestagspräsident Norbert Lammert anlässlich des Liborimahles in Paderborn an den Anfang meines Briefes gestellt.

Sehr geehrte Präsidentinnen und Präsidenten der DFGen,

chers amis, liebe Freunde,

(September 2012)

„Was eine Gesellschaft zusammenhält, ist nicht Politik und Geld, sondern die Kultur“

Diese europäische Gemeinschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten aber immer leichter damit getan, Märkte statt Politik zu integrieren. Deshalb ist der Ehrgeiz in der Vergemeinschaftung der Volkswirtschaften dem politischen Ehrgeiz vorausgeeilt. Das wird deutlich darin, dass es keine gemeinsame Regierung, keine gemeinsame Finanz- oder Wirtschaftspolitik gibt.“
Wenn uns im Lichte der historischen Erfahrung der Mut oder die Lust verlassen, diesen Integrationsprozess fortzuführen ins 21. Jahrhundert, dann hätte Europa, und zwar jeder einzelne Staat, seine Zukunft hinter sich. Wir brauchen ein Europa, dessen Möglichkeiten über den Ehrgeiz seiner Mitgliedsstaaten hinaus reichen.“
„Dieses Europa ist das Produkt einer Krise, entstanden aus den traumatischen Erfahrungen zweier Kriege und der nicht mehr beherrschbaren Rivalität von Nationalstaaten. Das hat die säkulare Einsicht begründet, dass sich das nie mehr wiederholen darf. „Die Essen daraus ist, dass dies ohne Souveränitätsverzicht der einzelnen Staaten nicht zu haben ist.“
„Europa ist auch nie das Verständnis eines Marktes als Zweck des Integrationsprozesses gewesen. „Europa ist eine Idee, die ohne verwechselbare Wurzeln gar nicht vorstellbar wäre. Was eine Gesellschaft im Inneren zusammenhält, ist nicht Politik und Geld. Es ist die Kultur als die Summe der Erfahrungen und Überzeugungen eines Staates über Generationen hinweg.“

Norbert Lammert MdB CDU Bundestagspräsident

Norbert Lammert MdB CDU Bundestagspräsident

Norbert Lammert – Ein flammendes Bekenntnis zu Europa; Zitate aus der Rede zum Liborimahl 2012 nach: Westfälisches Volksblatt Paderborn 31.07.2012
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rotz Sommerpause bleibt die Zeit gefüllt von Sorge und Hoffnung um und für unser Europa. Ich habe deshalb die Auszüge aus der Rede von Bundestagspräsident Norbert Lammert anlässlich des Liborimahles in Paderborn an den Anfang meines Briefes gestellt. Was er gesagt hat, ist herausfordernd, macht Mut.

Ähnlich konstruktiv schrieb Eckhard Lübkemeier am 15.09.2011 bereits in der FAZ unter der Überschrift „Europäische Union – Die Vermessung Europas“. Von neun Trugschlüssen schrieb er: Erster Trugschluss: Der Friedensauftrag ist erfüllt. Zweiter Trugschluss: Europa sollte keine Weltmacht sein. Dritter Trugschluss: Die Integration geht auf Kosten nationaler Souveränität. Vierter Trugschluss: Die Nationalstaaten sind am Ende. Fünfter Trugschluss: Die EU ist ein undemokratisches Elitenprojekt. Siebter Trugschluss: Die Integration kommt von alleine. Achter Trugschluss: Europa ist ohnehin auf dem absteigenden Ast. Neunter Trugschluss: Mehr Mitgliedstaaten und mehr Integration geht zusammen.Trugschluss: So kann es nicht weitergehen. Und er endet wie folgt: „Die weltgeschichtliche Zentralität Europas ist Geschichte. Heute gilt es für Europa, sich in einer Welt großer Chancen und Risiken zu behaupten und dazu beizutragen, dass die Chancen genutzt und die Risiken eingedämmt werden. Die Globalisierung menschlich gestalten – wer das will, sollte sich nicht auf andere verlassen, sondern für ein machtvolles Europa sorgen“.

Reinhard Führer, Präsident des Volksbundes

„Sich erinnern und gemeinsam die Zukunft gestalten“ Das ist unser bleibender Auftrag.Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“. Das ist das Ziel des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Wir werden daher den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Partner in unsere Linksammlung aufnehmen – und umgekehrt. Das konnte ich mit der Bundesgeschäftsstelle vereinbaren. Der Kontakt geht zurück auf meine Begegnung am 08. Juli in Reims mit dem Präsidenten des Volksbundes Reinhard Führer. Über die Jugend- und Bildungsarbeit berichtet der im Anhang befindliche Brief des Referatsleiters Hans-Dieter Heine. Wie wäre es, wenn die eine oder andere DFG gerade im Jubiläumsjahr des Elysee-Vertrages mit Schüler- oder Studentengruppen ihrer Stadt z. B. ein Workcamp in Frankreich initiierte?. auch das Schreiben des Volksbundes an die VDFG vom 01.08.2012 im Anhang.

Bemerkenswert im Zusammenhang mit Geschichtsbewältigung war zweifelsohne die Rede des französischen Staatspräsidenten François Hollande zum 70. Jahrestag der „Rafle du Vel d’Hiv“, der Festnahme und Deportation von 13.000 Pariser Juden im Juli 1942 durch französische Milizionäre. Siehe auch den bewegenden Roman „Sarahs Schlüssel“ von Tatiana de Rosnay sowie den gleichnamigen Film.

Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas – unser Kooperationspartner – hat zum Kommissionsprogramm „Europa für Bürgerinnen und Bürger 2014 – 2020“ kommunalpolitische Kernpunkte erstellt. Er spricht sich für eine Erhöhung des Budgets aus: „ 1 Euro pro Unionsbürger“. Kernpunkte sind ebenfalls im Anhang nachzulesen. (Nur in der Print-Version dieses Rundbriefes).

 

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt Michael Georg Link schreibt uns: „Ich freue mich sehr über den Einsatz der VDFG und ihrer Mitgliedsgesellschaften für die deutsch-französische Partnerschaft, insbesondere natürlich für das Deutsch-Französische Jubiläumsjahr 2012/2013. Die Gesellschaften haben entscheidenden Anteil daran, den Bürgern in Deutschland und Frankreich die Botschaft des Deutsch-Französischen Jahres zu vermitteln.“ Noch im September wird von Staatsminister Link auf unserer Webseite ein Leitartikel zu lesen sein.

 

Botschafter Maurice Gourdault-Montagne

Botschafter Maurice Gourdault-Montagne

Die Verleihung des diesjährigen „Prix Joseph-Rovan“, des Preises des französischen Botschafters an deutsch-französische Gesellschaften am Samstag, 13. Oktober 2012 wird den Initiativen unserer Gesellschaften für die Förderung der Erlernung der französischen Sprache gewidmet sein. Die Mitgliedsgesellschaften haben bereits im Juli mit getrennter Post seitens der Botschaft die Einladung S. E. Maurice Gourdault-Montagne sowie die Ausschreibungs- und Anmeldeunterlagen für diesen Tag erhalten. Ich möchte erneut alle Mitgliedsgesellschaften ermutigen, sich a) zu beteiligen und b) auch unabhängig von einer Bewerbung der Einladung in die Französische Botschaft zu folgen.

Und hier eine reizvolle Einladung des Directeur du Festival Fenêtre Sur Courts d’Avignon“,  Bernard Gilhodes. Ich füge sein Mail in französischer Sprache an. Es wäre wirklich großartig, wenn die eine oder andere DFG sich dort einbringen bzw. vermittelnd wirken könnte:
Monsieur, bonjour, Je me présente, Bernard GILHODES, Directeur du Festival Fenêtre Sur Courts d’Avignon, Festival International du Film de Court Métrage. Je viens de la part de Madame Lucile SALENSON, Présidente de l’Association Franco Allemande Jumelage Ville d’Avignon. La prochaine édition de ce Festival aura lieu les 15, 16 et 17 mars 2013 à Avignon. Chaque année, le Festival invite un pays qui est mis à l’honneur. Ce pays invité présente en général des comédiens et réalisateurs de films. Ceux-ci participent au Festival aussi bien en tant que concurrents mais, on leur demande aussi de participer à des Master Class et de présenter leur travail et leur façon, de faire, tout autant que les spécificités de la création culturelle de leur pays dans le domaine de cinéma.  Le Festival a décidé que l’Allemagne serait l’invitée d’honneur de cette édition de Fenêtre Sur Courts d’Avignon. J’aurai souhaité pouvoir en parler avec vous et avoir la possibilité de rencontrer des réalisateurs et des comédiens allemands. En espérant pouvoir vous rencontrer le plus tôt possible pour voir les possibilités de mettre en place ensemble cette invitation. Je vous prie de croire, Monsieur, avec mes remerciements anticipés, mes sentiments les plus respectueux. Bernard GILHODES, Directeur du Festival Fenêtre Sur Courts d’Avignon. Tél. +33(0) 953 166  887.

Städtepartnerschaftskomittee Birkenwerder

Gleich drei weitere Gesellschaften dürfen wir im Kreis der VDFG – Mitglieder begrüßen: Städtepartnerschaftskomitee der Gemeinde Birkenwerder (Brandenburg), die Gemeinde Wietzendorf (Niedersachsen) und das Institut Heinrich Mann in Pau/Pyrénées Atlantiques,ihm64.hautetfort.com herzliches Willkommen und auf gute Zusammenarbeit.

Kongress Nancy 2012Noch immer sind Anmeldungen für den  57. Jahreskongress der FAFA/VDFG in Nancy  möglich.  Herzlich grüßt Sie in der Hoffnung, viele von Ihnen in Nancy zum Kongress vom 27. – 30. September wieder zu sehen.

 

 

Es grüßt Sie sehr herzlich
Gereon Fritz

 

 

 

 

 

 

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