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8. Mai 2017 Top-Nachricht-Archiv, Unsichtbar 0 Kommentare


Die VDFG für Europa gratuliert dem neu gewählten französischen Präsidenten, wünscht ihm viel Erfolg  und freut sich, dass unsere französischen Freunde einen erklärten Befürworter des großen Projektes Europa zu ihrem neuen Staatsoberhaupt erkoren haben. 


Reisebericht 

Lesen Sie dazu den Reisebericht aus Paris von Prof. Dr. Maximilian Mehdorn. Um die Wahl des französischen Präsidenten in der zweiten, entscheidenden Runde hautnah mit erleben zu können, reisten die Präsidentin der VDFG Dr. Margarete Mehdorn und ihr Mann vom 6. bis 8. Mai  nach Paris. 

 

“Am Wahl-Sonntag , den 7. Mai 2017, lag trotz der äußerlich friedlichen Stimmung eine gewisse Anspannung in der Luft, gerade was die Sicherheitslage betraf; so war an der Kirche St Severin im Quartier Latin der Hinweis auf die hohe Sicherheitsstufe unübersehbar, auch waren einige Metro-Stationen schlichtweg geschlossen bzw. einige Linien fuhren nicht ihre vollständige Route. Angeblich aus technischen Gründen. 

Als wir am Nachmittag nach dem Besuch der wunderschönen Ausstellung „Jardins“ im Grand Palais über die Champs Elysées schlenderten, fielen die vielen Soldaten und Polizisten in Vierer-Formation auf, schwer bewaffnet mit Maschinenpistolen im Anschlag, einige Autos mit belgischen Kennzeichen wurden sehr sorgfältig kontrolliert. Viele Polizisten befanden sich auf den mit der Trikolore geschmückten Champs Elysées, beeindruckend die Stelle mit dem der Blumenschmuck, dort wo zwei Wochen zuvor ein französischer Polizist von einem Terroristen erschossen worden war. Erst später hörten wir davon, dass gerade zur gleichen Zeit an diesem Wahlsonntag vor dem Louvre, wegen eines offenbar herrenlosen Gepäckstücks, besondere Sicherungs-Maßnahmen ergriffen wurden. 

Am Abend, nachdem wir ab 18 Uhr die Ergebnisse der Schleswig-Holstein Wahl im Internet im Hotel erlebt hatten, wollten wir die Bekanntgabe der Wahlergebnisse in einer Bar im belebten zweiten Arrondissement genießen: an einem Bildschirm wurden die letzten 60 Sekunden bis zur Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen um 20 Uhr angezählt. Das finale Ergebnis wurde von den Anhängern von Emmanuel Macron vor der Pyramide am Louvre mit großem Beifall beantwortet. In der Bar selbst reagierten die Franzosen mit Gelassenheit, auch auf der Straße waren keine großen Emotionen zu beobachten. Alle Menschen in Paris hatten offensichtlich mit einem Sieg von Macron gerechnet, der von den Journalisten und den hinzugezogenen Politikern im TV-Kanal unserer Bar sogleich wieder intensiv diskutiert wurde.

Behindert durch so wesentliche Aktivitäten wie die Suche nach einem passenden Restaurant für das Abendessen konnten wir nicht zum Louvre selbst gehen und dort die Rede des frisch gewählten jungen Präsidenten an seine Fans live mithören. Doch wir sollten ihn später noch für ein par Sekunden in unmittelbarer Nähe zu uns haben. 

Beköstigt kehrten wir am Abend dann zu Fuß über die Rue de Rivoli in Richtung Louvre zurück, wo uns schon Menschenmassen entgegen kamen, die offensichtlich bei der Veranstaltung gewesen waren und die allesamt einen sehr fröhlichen  und entspannten Eindruck machten. Ihre mitgebrachten Trikolore schwenkend, seltener eine Europafahne, angeblich gab es nicht so viele in der Metropole zu kaufen, singend, aber nicht grölend, auf der Straße fröhlich hupende Autos. 

Schließlich standen wir am Seine-Ufer am Quai du Louvre in der Nähe des Pont Neuf, da dort besonders viele Reporter-Motorräder warteten, auch wenn die Reporter angeblich von nichts wussten. Nach langem Warten sammelten sich noch mehr Schaulustige, es kamen noch mehr Polizisten und Gendarmerie hinzu. Schließlich wurde der Quai Francois Mitterand in Höhe der Einmündung der Rue de L’Amiral Coligny abgesperrt, sodass klar war, dass Macron diese Strecke fahren würde. Unser Warten hatte sich gelohnt. Allein auch schon durch das Bild der fröhlich auf ihren neuen Präsidenten wartenden Menschenmenge, die schließlich belohnt wurde durch eine Blaulicht blinkende Motorrad-Kavalkade und eine Serie von schwarzen Limousinen mit verdunkelten Fenstern. In einer der vorbeifahrenden  abgedunkelten Limousinen muss Macron gesessen haben. Die Kolonne suchte dann über den Pont Neuf das Weite.

Die Menge löste sich dann auf, alle waren offensichtlich sehr zufrieden. Wir ebenfalls und strebten dem Hotel in der Nähe der Sorbonne auf dem linken Seine-Ufer zu. Ein Abschluss-Trunk auf den neuen Präsidenten und den Gewinner der Wahl in Schleswig-Holstein beendete diesen ereignisreichen Tag.” (Text und Fotos: Maximilian Mehdorn).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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