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Gesichtet, Unterhaltung, Vorgestellt, Wissen

Einmal ein „heiliger drei König“ sein

4. Januar 2015 Gesichtet, Unterhaltung, Vorgestellt, Wissen 0 Kommentare
Die Drei Heiligen Könige aus dem Morgenland.
Die Drei Heiligen Könige aus dem Morgenland.

Am sechsten Januar ziehen in Deutschland die Sternsinger von Haus zu Haus. Wie es ist, einer von ihnen gewesen zu sein? Michaela plaudert aus ihrem Nähkästchen.

Es ist noch gar nicht so lange her, um genau zu sein, 16 Jahre (?), als ich das letzte Mal bei den heiligen drei Königen mitgemacht habe. „Ich will auch ein heiliger drei König sein“, habe ich damals in meiner Unwissenheit zu meiner Familie gesagt. Einmal dabei sein war für mich großes Kino, schließlich durften die heilgen drei Könige damals von Tür zu Tür laufen und dabei eine Unmenge an Süßigkeiten in ihre großen Beutel packen, welche die Nachbarn freundlich verschenkten.

Am Ende summierten sich für mich die Jahre, in denen ich am 6. Januar als Sternsinger unterwegs war. Einmal angefangen, hat mich das Dreikönigsfieber gepackt und ich marschierte jedes Jahr los, 4 Jahre lang….

Im stolzen Alter von 6 saß ich zum ersten Mal in der komisch anmutenden Vorbereitungsrunde, welche die katholische Kirche in unserem Heimatdorf organisiert hat. „Was soll ich hier?“ fragte ich mich damals. Ich verkleide mich einfach und ziehe los. So einfach geht das. Mit jeder Vorbereitungsstunde mehr entdeckte ich allerdings, dass hinter Kaspar, Melchor und Balthasar ziemlich interessante Gestalten steckten. Die drei haben den weiten Weg aus dem Morgenland bis nach Bethlehem zurückgelegt, um Jesus am 6. Januar mit Weihrauch und Gold zu beschenken und ruhmreiche Taten des Herrn zu verkünden. Als Kind leuchteten mir bei der Geschichte meine Augen immer hell auf. Vor allem die Tatsache, dass die drei von einem großen Stern geleitet worden sein sollen, fand ich besonders klasse.

Nun wollte ich auch einer dieser tollen Sternsinger sein, von Tür zu Tür laufen, singen und schöne Gedichte aufsagen. Das Los sollte an diesem, meinem ersten Mal als Sternsinger, entscheiden, wer die Rolle des Kaspar, Melchor oder Baltasar spielt. Ich griff munter in den Sack und zog in meinem ersten Jahr als Nachwuchssternsinger – jawoll – den schwarzen Baltasar heraus. Nicht die Tatsache, schwarz zu sein, machte mir damals Schwierigkeiten, sondern die ganze Schminke im Gesicht. Kratzen war somit nicht mehr…Vielleicht war es aber auch gar nicht so schlecht, in meinem ersten Jahr sofort die herausstechende Rolle zu spielen. So konnte ich meinen schlechten Gesang hinter einer dicken Schicht Schminke verbergen und noch ein Jahr bis zum nächsten Januar üben…

Die Mehrzahl der Süßigkeiten wurde an Kinder in armen Ländern verschickt. Einen Teil davon durften wir aber auch zum Dank für unser Engagement behalten. Eine schöne Tradition!

Übrigens, einige Sternsinger werden jedes Jahr auch von der deutschen Bundeskanzlerin empfangen.

Weiterlesen: http://www.spiegel.de/video/nach-skiunfall-merkel-empfaengt-sternsinger-auf-kruecken-video-1318909.html

 

Michaela


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