Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V.
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Der Kongress 2012 in Nancy: Abschluss-Presseerklärung

2. Oktober 2012 Presse 0 Kommentare
Die Vertreter von über 300 deutsch-französischen Vereinen und Städtepartnerschaften haben vom 27. bis zum 30. September in Nancy ihren Jahreskongress der Vereinigungen Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa (FAFA und VDFG) abgehalten.

Das Thema des 57. Kongresses, „die grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Modell für die Europäer am Beispiel der Großregion und der Region Oberrhein“ hat zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur mobilisiert.

Der Kongress wurde von Jean-Michel Berlemont, den Bürgermeister für europäische, internationale und grenzüberschreitende Beziehungen im Grand Salon des Hôtel de Ville eröffnet, nachdem am Vorabend ein Empfang im Goethe Institut in Gegenwart Ulrich Hochschilds, des Generalkonsuls der Bundesrepublik, und im Musée des Beaux-Arts durch die Bürgermeisterin für Solidarität, Senioren und Menschen mit Behinderung von Nancy, Valérie Rosso-Debord, stattgefunden hatte.

Ihm folgten die Grußworte von André Bord, dem Präsidenten der Stiftung „Entente franco-allemande“ in Straßburg und Minister a. D., Josiane Madelaine, der Vize-Präsidenten des Conseil Régional Lothringens und Präsidentin des Conseil parlementaire interrégional der Großregion, Susanne Wasum-Rainer, der deutschen Botschafterin in Frankreich und Michael Ohnmacht, dem Beauftragten für die deutsch-französischen Beziehungen beim Minister für Europäische Angelegenheiten im französischen Außenministerium, Bernard Cazeneuve.

Jean Peyrony, der Generaldirektor der Arbeitsgemeinschaft grenzüberschreitender Aktivitäten (MOT) führte anschließend in die Diskussionen ein, die Professor Henri Ménudier in Form eines runden Tisches mit Vertretern der in der Großregion zusammengefassten Gebiete leitete.

Am Samstagmorgen fanden sich Spezialisten und Vertreter von Institutionen und der Zivilgesellschaft, die in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit aktiv sind, in Arbeitsgruppen zusammen. Sie untersuchten besondere Erfolge, analysierten die Schwierigkeiten und arbeiteten Fortschrittsansätze für die Organisation der Grenzregion, die Arbeit, das Erlernen der Sprache des Nachbarn und für den täglichen Austausch heraus. Eine vierte Arbeitsgruppe war der Bilanz und den Perspektiven des 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages gewidmet..

Mit den Ansprachen André Rossinots, dem Oberbürgermeister von Nancy und Minister a. D., und von Annegret Kramp-Karrenbauer, der Ministerpräsidentin des Saarlandes und Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, ging der Kongress am Sonntagmorgen im Salon d’honneur des Universités zu Ende. Zuletzt erfolgte die Einladung der Kongressteilnehmer zum 58. Jahreskongress vom 12. bis zum 15. September 2013 nach Bonn durch den Bonner Beigeordneten Martin Schumacher.

Zahlreiche musikalische und schauspielerische Aufführungen des Conservatoire, von A2L-Schülern („Apprendre en 2 langues“ – zweisprachiges Lernen), von den Schauspielern Martin Graff und Klaus Spürkel sowie von Mandolinenorchestern aus dem Stadtverband Grand Nancy und aus Karlsruhe untermalten das Programm des Kongresses. Ein Kurzfilm von jungen deutsch-französischen Schauspielern repräsentierte abschließend Avignon, die Stadt des 56. Jahreskongresses.

Jo Leinen, Mitglied des Europäischen Parlament, hat die Präsidenten der FAFA/VDFG zu der Initiative des Kongresses in einem Brief beglückwünscht: „Ich finde es außerordentlich geglückt, das Thema der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und das Leben in den Grenzregionen zum Hauptthema dieser Konferenz zu machen. Europa wächst an seinen Grenzen zusammen und die alltäglichen Erfahrungen der Menschen sind Ausdruck der Fortschritte, aber auch vieler Defizite im Hinblick auf eine diskriminierungsfreie und barrierefreie Mobilität über die nationalen Grenzen hinaus.“


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